Nach 30 Jahren: Hanau 93 ist zurück in der Verbandsliga

Gruppenliga Frankfurt Ost: Mit Schützenfest zur Meisterschaft

21. Mai 2017, 17:40 Uhr

Das Team des Hanauer FC bejubelt die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga. Foto: Patrick Scheiber

Hanau 93 hat es geschafft. Durch einen 11:2 (7:0)-Heimsieg gegen Schlusslicht VfR Kesselstadt hat das Team von Spielertrainer Christoph Prümm die Meisterschaft in der Gruppenliga Frankfurt Ost perfekt gemacht und 30 Jahre nach dem Abstieg die Rückkehr in die Verbandsliga gefeiert. Einen Spieltag vor Rundenende liegen die Hanauer drei Zähler vor Konkurrent Viktoria Nidda, können aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs aber nicht mehr von Platz eins verdrängt werden.

Hanauer FC 1893 - VfR Kesselstadt 11:2 (7:0)

"Es ist einfach nur geil. Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen haben wir es heute geschafft. Mit dieser tollen Mannschaft und den tollen Fans. Aber auch einen Dank an Kesselstadt, dass sie das Spiel hier heute so durchgezogen haben", so ein freudestrahlender Sportlicher Leiter Giovanni Fallacara nach dem geglückten Aufstieg.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die Gastgeber machten bereits früh deutlich, dass sie keine Zweifel aufkommen lassen wollten und lagen bereits nach fünf Minuten durch einen Doppelschlag von Christian Fischer mit 2:0 in Führung. Die Partie spielte sich fast ausschließlich in der Hälfte der Kesselstädter ab. Ahmad Raafat sorgte dann ebenfalls mit einem Doppelpack schon früh für die Entscheidung. Sehenswert war sein Treffer zum 4:0 aus 22 Metern, der in der langen Ecke einschlug (23.). Noch vor der Pause schraubten Sascha Ries, Kapitän Kahrmann Damar und erneut Fischer das Ergebnis in die Höhe.

Und auch nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange, bis der bemitleidenswerte Daniel Baric, der sich nach Kräften wehrte und die ein oder andere starke Parade zeigte, wieder hinter sich greifen musste. Altmeister Ervin Skela erzielte sein 18. Saisontor. Dass auch Kesselstadt Fußball spielen kann, zeigten sie direkt im Anschluss an Skelas Treffer. Der quirlige Hüseyin Karaca wurde auf der rechten Seite schön in Szene gesetzt, lief bis an den Strafraumrand und vollendete stark in die lange Ecke.

Kurz darauf erzielte Skela mit seinem zweiten Tor des Tages das 9:1. Der eingewechselte Adnan El Homrani und Daniyel Cimen, der die herbe Enttäuschung des verpassten direkten Aufstiegs mit Rot-Weiss Frankfurt gut weggesteckt zu haben scheint, sorgten für die weiteren Treffer der Hanauer. Der Schlusspunkt war allerdings wieder den Gästen vorbehalten. In der 78. Minute traf Severin Sabev mit einem herrlichen Distanzschuss zum Endstand.

Auch Christoph Prümm war nach Spielende natürlich happy. "Ich denke, wenn man Meister wird, hat man nicht viel verkehrt gemacht. Die Saison war schön und anstrengend zugleich. Jetzt wird erstmal gefeiert", so das Fazit des Spielertrainers.

Die Statistik:

Hanau 93: Westenberger (46., Funk) - Ries (46., Naouassi), Herpich, Cimen, Ransom - Hagikian, Damar - Gogol, Skela, Raafat - Fischer (46., El Homrani). - Trainer: Christoph Prümm.
Kesselstadt: Baric - Hristov, Kirdar, Acer, Demir, Kapar - Sabev, Kocak, Pavel, Karaca - Filip (65., Efe). - Trainer: Hasan Kocak.

Schiedsrichter: Kevin Steinmann (Bensheim).
Zuschauer: 400.
Tore: 1:0, 2:0 Christian Fischer (4., 5.), 3:0, 4:0 Ahmad Raafat (22., 23.), 5:0 Sascha Ries (33.), 6:0 Kahrmann Damar (35.), 7:0 Christian Fischer (44.), 8:0 Ervin Skela (49.), 8:1 Hüseyin Karaca (50.), 9:1 Ervin Skela (52.), 10:1 Adnan El Homrani (63.), 11:1 Daniyel Cimen (73.), 11:2 Severin Sabev (78.).

Autor: Daniel Bolz

Kommentieren
Vermarktung:

Mehr zum Thema