Nichts zu holen im Emstal
Verbandsliga: Soden verliert in Sand
Während die Maximal-Ausbeuter aus dem Habichtswald damit ihren dritten Sieg im dritten Spiel landeten und weiter als einziges Team ohne Gegentor blieben, fing sich Bad Soden schon die Treffer zehn und elf. „Wir machen es uns manchmal selbst zu schwer. Anstatt auf einfache Aktionen zurückzugreifen, laden wir den Gegner zu Chancen ein“, war Kelvin King nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams.
Der SG-Trainer sprach damit vor allem das Zustandekommen des 0:2 an. Kevin Demuth versuchte am eigenen Strafraum einen Querpass. Viktor Moskaltschuk fing diesen ab – SSV-Routinier Tobias Oliev hatte keine Mühe mit dem 2:0 für die Gastgeber (50.). In Rückstand geraten waren die Sodener durch den ersten richtig gefährlichen Angriff der Sander, den Jan-Philip Schmidt abschloss (35.).
Weil Daniele Fiorentino (muskuläre Probleme) ausgefallen war, rotierte der zuletzt verhinderte Kevin Paulowitsch zurück in die Startelf – die einzige Veränderung im Vergleich zum Mengsberg-Spiel. Und das King-Team hätte auch in Sand durchaus in Führung gehen können, denn nach Paulowitsch-Vorarbeit hatte Marco Di Mario aus neun Metern eine gute Schusschance. Herauskam aber nur ein dankbarer Torwart-Ball.
King: "Das ist unbefriedigend"
Spätestens nach 15 Minuten übernahm dann Sand die Partie. „Irgendwann war es nur noch eine Frage der Zeit, bis das Tor für sie fiel“, gestand der SG-Trainer, der auf dem holprigen Nebenplatz viele technische Fehler auf beiden Seiten bemerkte. „Der Gegner hat kein richtiges Mittel gegen unser druckvolles Spiel gefunden“, sagte SSV-Trainer Peter Wefringhaus zufrieden.
In der Tat hatte aber auch das schnelle 0:2 nach Wiederanpfiff ein Strich durch die guten Halbzeit-Vorsätze der Sodener gemacht, die fortan vor allem auf lange Bälle setzten. „Das einzige, was uns in diesem Spiel vielleicht hätte helfen können, wäre ein Lucky Punch nach einem langen Ball gewesen“, erklärte King, der dem SSV eine „geschlossene Mannschaftsleistung“ attestierte. „Die Sander haben sich gegenseitig bei Fehler aufgebaut. So etwas hat bei uns gefehlt.“
Nichtsdestotrotz hatte Lukas Ehlert noch zwei gute Chancen. Zunächst verpasste er nach einer Demuth-Hereingabe den Ball per Kopf nur um wenige Zentimeter, dann sprang mit seinem schwächeren rechten Fuß nach einem langen Freistoß aus ausichtsreicher Position nur ein Kullerball heraus. „Wir hatten ein Zwischenhoch, jetzt haben wir wieder ein Zwischentief. Nun haben wir eine Woche Zeit auf das nächste Hoch hinzuarbeiten“, sagte King angesichts der fehlenden Konstanz. „Das ist unbefriedigend.“ / sar
Die Statistik:
Bad Soden: Soldevilla; Demuth, Römmich, Neiter, Krapf – Scheller, Lairich (85. Bräuer) – Jordan, Ehlert, K. Paulowitsch (52. De Carvalho) – Di Maria (75. Burgstaller).
Sand: J. Schmeer; Guthof, Bräutigam, Amert – St. Bernhardt, Klitsch, Moskaltschuk (63. Kraus), Si. Bernhardt – Knigge (87. Hohmann), Oliev, J.-P. Schmidt (72. M. Schmidt).
Schiedsrichter: Christoph Hein (SV Großenbach).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Jan-Philip Schmidt (35.), 2:0 Tobias Oliev (50.).

