Obertshausen will Bollwerk im Abstiegskampf sein

Gruppenliga Frankfurt Ost: Rodgau fährt mit Respekt nach Hochstadt

23. März 2018, 07:00 Uhr

Julien Nolde (rechts) gastiert mit Großkrotzenburg beim FSV Bad Orb, während Rodgau (hier Maikel Mesquita im Bild) nach Hochstadt muss. Foto: Steffen Turban

Aufgrund der Wetterverhältnisse ist es noch unsicher, ob der kommende Spieltag der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost am Sonntag (15 Uhr) ausgetragen werden kann. Die Teams bereiten sich aber vor. So erwarten die Verantwortlichen in Klein-Krotzenburg und Obertshausen, dass ihre Mannschaften in den Duellen gegen Langen und Seligenstadt den Abstiegskampf annehmen und wichtige Tugenden dafür verinnerlichen.

Kickers Obertshausen – Sportfreunde Seligenstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Den Sportfreunden gelang unter der Woche in Bad Orb (5:2) ein kleiner Befreiungsschlag. Mit 32 Punkten brachten die Einhardstädter vorerst wieder einige Zähler zwischen sich und die Abstiegsplätze. Den ersten Rang unter dem Strich belegt momentan Kickers Obertshausen, deren Pokalspiel gegen Hessenligist Spvgg. Neu-Isenburg unter der Woche abgesagt wurde.

Zuletzt verloren die Gastgeber also vor zwei Wochen in Oberndorf mit 1:7. "Jetzt muss auf Teufel komm raus ein Sieg her", weiß Obertshausens Siggi Herth, der zwar weiterhin an seine Mannschaft glaubt, aber auch feststellt: "Fußballerisch sind wir gut, aber im Abstiegskampf müssen wir ein Bollwerk werden, also auch andere Tugenden umsetzen."

Türk Gücü Hanau – SG Rosenhöhe Offenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Glaubt man der Wetterprognose, sollte die Partie "eigentlich sicher stattfinden", so Hanaus Sprecher Mehmet Bayram. Gegen den Tabellenzweiten, die SG Rosenhöhe, haben die Hanauer eine schwere Aufgabe vor der Brust. "Klar sie sind vorne dabei und wir haben Respekt. Das wird ein schweres Spiel. Aber unsere Ambitionen gehen nach oben, deshalb wollen wir im Heimspiel etwas holen", so Bayram, dessen Team sich im Hinspiel ein 0:0-Unentschieden sichern konnte.

Germania Klein-Krotzenburg – 1. FC Langen (Sonntag, 15 Uhr)

In der Tabelle liegen die Teams nahezu gleich auf. Die Nachbarn im Klassement trennen nur einen Punkt, doch eine andere Statistik ist aussagekräftiger. In der Rückrundentabelle ist Langen Zweiter, Klein-Krotzenburg Vorletzter. "Langen ist sehr gut aufgelegt, wir dagegen nicht so. Die Abstiegssituation ist in einigen Köpfen noch nicht angekommen", stellt Germania-Trainer Wolfgang Kaufmann fest. Der Coach erwartet von seinem Team, "auch mal zu Rennen und zu Kämpfen" und vermutet, dass die Tagesform entscheidend sein wird.

SV Eintracht Altwiedermus – VFB Oberndorf (Sonntag, 15 Uhr)

Die Austragung des Duells zweier Aufsteiger ist noch nicht gesichert und hängt ganz von den Wetterbedingungen im eher ländlichen Altwiedermus ab. Beide Neulinge haben sich gut in die Liga integriert, stehen im Mittelfeld der Tabelle. Der SVE ist Fünfter und mit 39 Punkten nur einen Zähler vor dem Etappenziel, der 40-Punkte-Marke. Diese möchte auch Oberndorf erreicht, die aktuell 37 Punkte auf dem Konto haben. "Unsere ersten Spiele im neuen Jahr sind gut ausgegangen, wir haben einen Lauf. Nichtsdestotrotz ist Altwiedermus ein starker Gegner, den es erstmal zu bezwingen gilt", weiß Oberndorfs Sprecher Gerald Geiger.

FC Hochstadt – JSK Rodgau (Sonntag, 15 Uhr)

Nicht nur wegen des unterschiedlichen Tabellenstands der beiden Teams geht der JSK Rodgau als Favorit in die Partie. Der Tabellenführer bezwang den FCH in der Hinrunde klar mit 5:1. Kein Grund, überheblich zu werden, wie Rodgaus Trainer findet. "Hochstadt hat gestandene und interessante Spieler. Wenn sie ihre Qualität auf den Platz bringen, gibt es ein spannendes Spiel", freut sich Andreas Humbert auf das Spiel.

Hochstads Form zeigt seit dem Trainerwechsel nach oben. Zwar gelang in den beiden Ligaspielen seitdem "nur" ein Sieg, die Niederlage gegen Hanau (1:2) fiel aber denkbar knapp aus. "Wir werden mit großem Respekt auflaufen", so Humbert.

SG Marköbel – SVG Steinheim (Sonntag, 15 Uhr)

Als Abstiegskandidat hat Marköbel im neuen Jahr noch nicht verloren. Aus zwei Ligaspielen holte die SGM vier Punkte, darunter ein Unentschieden gegen den Tabellenzweiten, die SG Rosenhöhe. Vergangene Woche schlug Marköbel zudem Verbandsligist Bruchköbel im Pokal mit 1:0, seitdem machte das Wetter aber einen Strich durch die Rechnung.

Nun geht es also gegen Steinheim. Der Aufsteiger hat sich im Mittelfeld der Tabelle etabliert, ist mit 38 Punkten Siebter. "Da haben wir ein schweres Spiel vor uns, doch wir sind gut in Form und wollen etwas Zählbares holen", ist SGM-Sprecher Luca Topitsch zuversichtlich. "Wenn wir an die letzten Spiele anknüpfen, haben wir gute Chancen."

FSV Bad Orb – Germania Großkrotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)

Im Duell Tabellenvierter gegen den Vorletzten sollten die Vorzeichen klar sein. Aus den vergangenen drei Spielen holte Großkrotzenburg jedoch nur einen Sieg, vor drei Wochen bei Spitzenreiter JSK Rodgau. Seitdem setzte es eine 1:3-Niederlage bei Abstiegskandidat Bischofsheim und gegen Steinheim kam die Germania nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. In Bad Orb soll deshalb nun die Trendwende folgen. Der Aufsteiger gab im Laufe der Runde die rote Laterne an Somborn ab, ist mit elf Punkten aber quasi abgestiegen. Zuletzt verlor der FSV zweimal hintereinander, vor drei Wochen gelang ein Überraschungssieg gegen Erlensee.

Autor: Valentin Schwing

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