Petrovci: "Wir haben einen guten Lauf"

Gruppenliga Frankfurt Ost: Türk Gücü zum Topspiel nach Oberndorf

01. September 2017, 12:00 Uhr

Spitzenreiter Türk Gücü Hanau um Toptorjäger Alessandro Fröb (2.v.r.) möchte auch am Wochenende wieder jubeln. Foto: Patrick Scheiber

In der Gruppenliga Frankfurt Ost steht an diesem Wochenende der sechste Spieltag auf dem Programm. Los geht's bereits heute Abend (19.30 Uhr) mit den beiden Spielen zwischen Rosenhöhe und Somborn, sowie Langen gegen Obertshausen. Am Sonntag (15 Uhr) kommt es dann unter anderem zum Topspiel Zweiter gegen Erster, wenn der Aufsteiger aus Oberndorf Spitzenreiter Türk Gücü Hanau zu Gast hat.

Rosenhöhe Offenbach - SV Somborn (Freitag, 19.30 Uhr)

Mit zehn Zählern liegt Rosenhöhe derzeit auf dem vierten Platz der Tabelle und musste sich bislang nur dem 1.FC Erlensee (5:0) geschlagen geben. Zuletzt gelang dem Team von Trainer Tevfik Kilinc ein 2:0-Sieg gegen die SG Marköbel. Ganz anders sind die Vorzeichen hingegen bei den Gästen aus Somborn, die nach vier Niederlagen aus den ersten fünf Spielen den drittletzten Rang belegen und dringend ein Erfolgserlebnis brauchen, um sich nicht früh im Tabellenkeller festzusetzen.

1.FC Langen - Kickers Obertshausen (Freitag, 19.30 Uhr)

"Wir sind mit der Ausbeute der Punkte zufrieden, obwohl wir nach unserer Meinung vier Punkte mehr hätten holen müssen", ist Waldemar Schick aus dem Spielausschuss von Langen mit der bisherigen Saison seiner Mannschaft einverstanden. Mit acht Punkten liegt der Aufsteiger einen Zähler vor dem kommenden Gegner aus Obertshausen und geht dementsprechend mit "wenig Druck" in die Partie. "Wir kennen Obertshausen ja noch aus der vorletzten Saison. Die haben letztes Jahr als Aufsteiger gezeigt, dass sie in diese Liga gehören und haben eine solide Truppe. Respekt ist da, aber die haben auch keine Mannschaft, gegen die es unmöglich ist, zu gewinnen. Wir wollen schon versuchen, zuhause die drei Punkte zu holen."

Personell hat sich die Lage beim 1.FC ein wenig entspannt. Nachdem zuletzt einige Spieler aufgrund von Verletzungen und Urlaub nicht zur Verfügung standen, ist zumindest ein Teil davon gegen die Kickers wieder einsatzbereit. Die Gäste sind nach ihrer starken ersten Saison nach der Rückkehr in die Gruppenliga mit Platz vier am Ende bislang noch nicht so richtig ins Rollen gekommen. Zwar hat Obertshausen noch kein Spiel verloren, aber in fünf Spielen auch viermal Unentschieden gespielt. Die Mannschaft des neuen Trainers Nils Noe ist sicher heiß auf den zweiten Saisonsieg.

JSK Rodgau - Eintracht Altwiedermus (Sonntag, 15 Uhr)

Nach nur drei Zählern aus den ersten drei Spielen hat Rodgau zuletzt zweimal in Folge gewonnen. "Wir wussten, dass es einen holprigen Start geben könnte", sagt Andreas Humbert. "Schließlich spielen wir ohne Stürmer" macht der JSK-Coach darauf aufmerksam, dass ihm mit Yassin Attal (Kreuzbandriss) und Florent Hajzeray (aus disziplinarischen Gründen nicht mehr in Rodgau) die vorderste Front weggebrochen ist. "Dafür stehen wir hinten relativ sicher. Da haben wir enorme Qualität und die Jungs haben sich ein Stück weit gefunden." Wohin die Reise für den Vorjahresdritten in dieser Saison hingeht, vermag Humbert noch nicht ganz abzuschätzen. "Ob es für ganz vorne reicht, wird man sehen", so der Übungsleiter, der Türk Gücü Hanau stark einschätzt, aber "in Reichweite" sein möchte. "Aber wir denken von Spiel zu Spiel."

Den kommenden Gegner aus Altwiedermus kennt Humbert zu großen Teilen. "Da spielen viele alte Freunde aus Bischofsheim. Das wird interessant. Die wissen, dass es gegen uns schwer ist, ein Tor zu schießen. Ich gehe davon aus, dass wir gewinnen werden", sagt Humbert, dem neben dem sicheren Ausfall von Attal noch Riccardo Sozzo und Joseph-Andrew Thompson mit Zerrungen nicht zur Verfügung stehen könnten. Der Aufsteiger aus Altwiedermus hat nach vier Punkten zu Beginn aus den letzten drei Spielen nur einen Zähler einfahren können und liegt derzeit auf dem zwölften Rang.

VfB Oberndorf - Türk Gücü Hanau (Sonntag, 15 Uhr)

Nach dem Triumph in der zweiten Runde des Hessenpokals gegen Verbandsligist Viktoria Nidda (8:7 nach Elfmeterschießen) sagte Türk Gücü-Trainer Blerim Petrovci: "Ich hoffe, dass uns dieser Pokaltriumph Auftrieb gibt. Nach so einem Sieg wird die Euphorie ganz hoch sein. Bis auf die erste Halbzeit gegen Nidda haben wir in allen Spielen sehr guten Fußball gespielt. Wir haben einen guten Lauf." Dementsprechend führen die Hanauer die Tabelle auch mit der Maximalausbeute von 15 Zählern an.

Doch auch die Gastgeber sind sehr gut in die Saison gestartet und haben nur zwei Punkte weniger als Hanau auf dem Konto. Der Aufsteiger verließ nur beim 0:0 gegen Kickers Obertshausen am letzten Wochenende den Platz nicht als Sieger und dürfte zu einem echten Prüfstein für den Spitzenreiter werden. Dennoch macht Petrovci deutlich: "Wir fahren nach Oberndorf, um drei Punkte mitzunehmen."

FC Hochstadt - Germania Klein-Krotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)

"Wir sind mit dem Saisonstart sehr zufrieden", sagt Wolfgang Kaufmann, Trainer des Tabellendritten aus Klein-Krotzenburg vor dem Spiel beim FC Hochstadt, der im Gegensatz zur Germania eher schleppend in die Spielzeit gekommen ist, den Kaufmann aber nicht unterschätzt. "Die haben mit Bicakci und Becker natürlich zwei gute Leute verloren und hatten dazu am Anfang noch personelle Probleme. Aber die haben mit Oymak und Bufi auch zwei Topstürmer für die Liga. Aber wir nehmen uns in jedem Spiel vor, zu gewinnen. Egal gegen wen und wo der Gegner in der Tabelle steht", macht der Germanen-Coach deutlich, bei dem es personell für das Wochenende "nicht so gut aussieht. Drei Leute werden sicher fehlen, bei zwei anderen wird es sich erst Richtung Wochenende entscheiden."

Germania Großkrotzenburg - FSV Bischofsheim (Sonntag, 15 Uhr)

"Zuletzt war es ein bisschen schwer. Auch weil wir viele Verletzte hatten, aber die Stimmung in der Mannschaft stimmt", äußert sich Großkrotzenburgs Kapitän Robin Prey zu den beiden jüngsten Niederlagen der Germania. "Mit Thorsten Kirchhoff und Andre Althaus sind zumindest zwei Spieler wieder ins Training eingestiegen", hofft Prey auf baldige Entspannung der Personallage. Zu den Zielen in dieser Spielzeit sagt der Kapitän: "Am Anfang wollten wir gut starten. Wir wollen schon um Platz eins bis vier mitspielen, aber dafür brauchen wir Siege. Vor allem zuhause." Mit dem FSV Bischofsheim kommt am Sonntag der bislang noch sieglose Tabellenletzte nach Großkrotzenburg. "Das ist ja auch ein kleines Derby. Da wollen wir den Fans das zurückgeben, was sie gegen Erlensee für uns geleistet haben und ihnen am besten einen Sieg schenken", dankt Prey den eigenen Fans.

SVG Steinheim - FC Dietzenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Der Aufsteiger aus Steinheim hat sich bislang stark präsentiert und stellt nach Spitzenreiter Türk Gücü Hanau die gefährlichste Offensive der Liga. Gerade in den letzten beiden Partien gegen Langen (4:0) und Bischofsheim (5:2) hat das Team von Trainer Jürgen Baier seine Treffsicherheit unter Beweis gestellt. Der kommende Gegner aus Dietzenbach feierte nach zuvor drei Unentschieden und einer Niederlage am letzten Wochenende beim 2:0 gegen den 1.FC Erlensee den ersten Saisonsieg und liegt drei Zähler hinter den Gastgebern.

1.FC Erlensee - FSV Bad Orb (Sonntag, 15 Uhr)

Im Duell der beiden Aufsteiger gehen die Gastgeber leicht favorisiert in die Partie, obwohl Erlensee nach zuvor zwei Siegen gegen Dietzenbach den Patz als Verlierer verlassen hat. Der FSV Bad Orb ist noch sieglos und konnte erst einen Zähler einfahren. Die Mannschaft des neuen Trainers Boban Milovanovic benötigt also dringend den ersten Sieg, um endlich in der neuen Liga Fuß zu fassen. Die Gastgeber werden da aber sicherlich etwas dagegen haben.

Sportfreunde Seligenstadt - SG Marköbel (Sonntag, 15 Uhr)

Für die Sportfreunde Seligenstadt ist seit Mittwoch die Hessenpokal-Saison nach der 0:3-Niederlage gegen Bayern Alzenau vorbei und das Team von Trainer Thomas Marton kann sich auf den Ligaalltag konzentrieren. Dort liegen die Sportfreunde mit vier Punkten aus vier Spielen im hinteren Drittel der Tabelle. Noch schlechter sieht es bei der SG Marköbel aus, die aus fünf Partien sogar noch einen Zähler weniger auf dem Konto haben. Im direkten Aufeinandertreffen könnte sich eine Mannschaft etwas Luft auf die Abstiegszone verschaffen.

Autor: Daniel Bolz