Richtige Antwort auf Häme und Kritik

Verbandsliga Nord: Petersberg dreht 0:2-Rückstand bei Eintracht Baunatal

09. April 2017, 18:33 Uhr

Wieder obenauf: Adrian von Pazatka (von links), Kubilay Kücükler und Boris Aschenbrücker. Foto: Charlie Rolff

Viel Häme und Kritik hatte es in den letzten Tagen für die Spieler des RSV Petersberg gehagelt, gestern zeigten die Mannen vom Waidesgrund eine Trotzreaktion: Die Gollin-Schützlingen gewannen den Abstiegshriller bei Eintracht Baunatal trotz 0:2-Rückstand verdient mit 5:3.

„Wenn du auf die Fresse kriegst, musst du wieder aufstehen und dir den Erfolg erarbeiten. Und heute haben sich die Jungs diese drei Punkte so was von verdient“, frohlockte Rolf Gollin nach dem Triumph. Der Coach hatte Mark Lindiger für den gesperrten Daniel Nüchter auf der „Sechs“ platziert, der wieder genesene Kubilay Kücükler spielte im Vergleich zum 0:6 gegen Rothwesten für Marcel Zehner.

Der RSV begann stark, hatte eine gute Möglichkeit durch Lindiger, ehe Baunatal laut Gollin „zwei Tore aus dem Nichts erzielt hat. Da denkst du im ersten Moment einfach nur ,Scheiße‘, aber die Moral der Jungs war heute einfach nur der Hammer.“ Denn der RSV spielte trotz des Nackenschlags weiter mutig nach vorne und kam durch einen traumhaften Volleytreffer von Marc Aschenbrücker im Nachgang an einen Standard noch vor der Pause zum 1:2.

„Nach der Pause waren wir dann auch endlich effizient“, freute sich Gollin über die Wende in acht Minuten, als der RSV mit drei Treffern den Nordhessen den Zahn zog. Die vor Wochenfrist gescholtenen Julian Wehner und Adrian von Pazatka hatten im Zusammenspiel sogar das 5:2 auf dem Fuß, „da hat Adrian dann leider den falschen Fuß genommen“, haderte Gollin damit, dass es durch Jan-Philipp Schmidts 3:4 nochmal spannend wurde, ehe Youngster Adrian Bleuel in der Schlusssekunde den Deckel auf ein spannendes und gutklassiges Spiel machte.

„Selbst Baunatals Stürmer Schmidt hat gesagt, wir hätten heute 15 Tore schießen können. Das zeigt, dass wir echt gut waren“, betonte Gollin, dessen RSV jetzt wieder ordentliche Karten im Kampf um den Klassenerhalt aufweist. In den letzten sechs Spielen trifft Petersberg nämlich mit Rothwesten, Melsungen und Bosporus Kassel noch auf drei direkte Konkurrenten aus dem Tabellenkeller.

Die Statistik:

Eintracht Baunatal: Rudolph; Hofmann (76. Wierzbicki), Preuss (50. Osman), Kraus, Grajossek, J. Katluhn, Willer, Norwig, Agzikara (24. D. Katluhn), Bürger Schmidt.
Petersberg: Beikirch; Brzoza, Kücükler (70. Mötzung), Kilian, Lindiger, B. Aschenbrücker (83. Bleuel), von Pazatka-Lipinski, Stupp (66. Zehner), M. Aschenbrücker, Vogt, Wehner.

Schiedsrichter: Hendrik Schmidt (Kerstenhausen). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Jan-Philipp Schmidt (6.), 2:0 Niels Willer (11.), 2:1 Marc Aschenbrücker (29.), 2:2 Kubilay Kücükler (53.), 2:3 Patrick Stupp (58.), 2:4 Adrian von Pazatka-Lipinski (61.), 3:4 Jan-Philipp Schmidt (87.), 3:5 Adrian Bleuel (90.+2). Gelb-Rote Karte: Hani Osman (81., Baunatal).

Autor: Christian Halling

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