Rodgau visiert den Platz an der Sonne an

Gruppenliga Frankfurt Ost: Rosenhöhe und Marköbel im direkten Duell

28. April 2017, 13:08 Uhr

Obertshausens Julian Schwaiger (Mitte) erzielte gestern in der letzten Minute den Ausgleich gegen Pfaffenhausen. Foto: Patrick Scheiber

Am 30. Spieltag geht es in der Gruppenliga Frankfurt Ost am Sonntag zwischen den Rängen neun und 13 heiß her: Die SG Rosenhöhe und die SG Marköbel, derzeit auf den Tabellenplätzen elf und 13, können sich die Punkte wegnehmen. Der Tabellenvierzehnte SV Pfaffenhausen plant bereit am Samstag gegen Tabellenschlusslicht VfR Kesselstadt drei Punkte ein. Dahinter stehen der VfR Wenings und KV Mühlheim wohl als Absteiger schon fest. Weil an der Tabellenspitze Hanau 93 spielfrei ist, hat Rodgau die Möglichkeit, bei einem Sieg gegen Klein-Krotzenburg die 93er vorerst zu überholen.

SV Pfaffenhausen – VFR Kesselstadt (Samstag, 16 Uhr)

Das Heimspiel gegen Kesselstadt könnte für Pfaffenhausen zur richtigen Zeit kommen. Bei 25 Punkten sind es bereits sieben Zähler, die zum rettenden Ufer fehlen. Gegen den Tabellenletzten sollte ein Dreier Pflicht sein. "Die sind auch fest eingeplant. Egal wie hoch das ausfallen wird“, stellt Medienvertreter Andreas Pfahls klar. Gegen Obertshausen hat der SV unter der Woche noch Pech gehabt – der Ausgleich zugunsten der Kickers fiel erst in der Nachspielzeit. Nun muss Zählbares im Saisonendspurt geholt werden. "Drei Punkte sind drei Punkte, und die brauchen wir. Jetzt heißt es: Kämpfen bis zum Schluss", so Pfahls.

Viktoria Nidda – VFR Wenings (Samstag, 16 Uhr)

Harte Wochen für Wenings: In den vergangenen drei Spielen gingen die Partien gegen die beiden Spitzenteams JSK Rodgau und Hanau 93 verloren. Lediglich gegen Mühlheim gelang ein Sieg. Der Abstieg wird immer wahrscheinlicher. Nun steht das dritte ungleiche Duell in Kürze an. Viktoria Nidda hat mit fünf Siegen in Folge in den bisherigen Zweikampf an der Spitze zwischen JSK Rodgau und Hanau 93 eingegriffen und besitzt mit Platz drei - bei drei Punkten Rückstand auf Rang eins - sogar Chancen auf die Meisterschaft. Eindrucksvoll ist, dass die Viktoria in den fünf Spielen satte 21 Tore erzielte.

SV Somborn – Türk Gücü Hanau (Sonntag, 15 Uhr)

Die beiden Teams sind vielleicht die Mannschaften der Stunde im Abstiegskampf. Obwohl lange noch nicht gerettet, kletterten sowohl Somborn als auch Hanau in den vergangenen Wochen auf die Plätze neun und zehn und haben die beste Ausgangsposition unter den Abstiegskandidaten. Vergessen sollte man dabei jedoch nicht, dass beide nur drei Punkte über dem Strich stehen. "Das Ding müssen wir einfach gewinnen. Mit Somborn haben wir auch noch eine Rechnung offen“, gibt sich Hanaus Alim Katilmis angriffslustig und spielt auf das Hinspiel an, das beim Stand von 2:2 abgebrochen und mit 3:0 für Somborn gewertet wurde. Es könnte also ein hitziges Duell werden, in dem sich beide nicht provozieren lassen sollten. Denn im Abstiegskampf braucht man schließlich alle Mann an Bord.

SG Marköbel – SG Rosenhöhe Offenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Mit Rückenwind will Marköbel in die Begegnung gehen. Nachdem unter der Woche der erste Liga-Sieg im Jahr 2017 gelang, hat das Team aus dem Main-Kinzig-Kreis Blut geleckt. "Wenn wir die Woche mit insgesamt sechs Punkten abschließen, ist die Ausgangsposition schon viel besser“, hofft Marköbels Luca Topitsch auf den maximalen Erfolg. Die Rosenhöhe war unter der Woche spielfrei, bleibt damit bei 33 Punkten. Marköbel rückte bis auf zwei Punkte an die Offenbacher heran.

JSK Rodgau – Germania Klein-Krotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)

Rodgau belegt weiterhin den zweiten Platz und ist erster Verfolger von Spitzenreiter Hanau. Doch das Team aus Jügesheim hat mit Nidda eine gefährliche Truppe im Nacken, die einen Punkt dahinter auf Platz drei lauert. "Da sollen sie auch erstmal bleiben“, sagt JSK-Trainer Andreas Humbert. Gegen Klein-Krotzenburg erwartet er ein schwieriges Spiel, "denn die können sehr eklig sein. Die letzten Spiele – auch noch zu TGM/SV-Zeiten – haben wir zu Hause gewinnen können. Aber Klein-Krotzenburg ist körperlich sehr präsent und hat nicht umsonst 42 Punkte geholt.“ Neben Moritz Herrchen, der sich unter der Woche gegen Wenings schwer verletzte, wird aller Voraussicht nach auch Nico Klein fehlen. Dafür könnte Marijo Dejanovic ins Team rutschen.

KV Mühlheim – FC Hochstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Für Mühlheim scheint die Saison gelaufen. Nachdem bereits früh der Rückzug in die A-Liga feststand, lieferten die Offenbacher zunächst noch gute Leistungen und Ergebnisse ab, die letzten fünf Begegnungen wurden aber allesamt verloren. Hochstadt ist Fünfter und kann noch oben hin nichts mehr reißen. Trotz zuletzt zweier Niederlagen sollten die Mühlheimer den FC jedoch nicht unterschätzen. Zuletzt brachte die Elf von Marc Außenhof Tabellenführer Hanau 93 an den Rand einer Niederlage.

FSV Bischofsheim – FC Dietzenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Der Abstiegskampf ist in Dietzenbach nach wie vor präsent. Lediglich ein Punkt trennt die Offenbacher von der gefährlichen Zone. Dabei könnte der FCD Nutznießer der aktuell schlechten Form des FSV Bischofsheim sein. Die Maintaler haben eine Niederlagen-Serie hingelegt und mussten sich erst am Donnerstag zu Hause sogar mit 1:6 Türk Gücü Hanau geschlagen geben.

Sportfreunde Seligenstadt II – Kickers Obertshausen (Sonntag, 15 Uhr)

Nachdem Obertshausen beim Unentschieden gegen Pfaffenhausen passiv zur Sache ging, erwartet Pressesprecher Siggi Herth in Seligenstadt eine "andere Partie“. Zwar sind beide Mannschaften jenseits von Gut und Böse in der Tabelle, interessant könnte es dennoch werden. "Da steckt schon Brisanz dahinter. Spieler und Trainer kennen sich. Da will sich keiner die Blöße geben“, so Herth.


Autor: Valentin Schwing