Rottenau bereitet Eddersheimer Tabellenführung vor
Verbandsliga Mitte: Kelsterbach rutscht nach Derbyniederlage ab
Eddersheims Niklas Rottenau bereitete beide Treffer des neuen Tabellenführers vor. Foto: Marcel Lorenz
SG Kinzenbach - FC Eddersheim 0:2 (0:0)
"Wir haben kein gutes Spiel gemacht. Es war, wie es oft so ist, wenn der Zweite gegen den Zweitletzten spielt. Aber wir haben auch nicht unverdient gewonnen", resümierte Gästetrainer Rouven Leopold. In der ersten Hälfte tat sich vor den beiden Toren wenig und so ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel hatte Eddersheim in einer Situation Glück, dass ein Schuss der Gastgeber an den Innenpfosten ging und von dort aber nicht hinter die Linie prallte. "Wenn der reingeht, wird es wahrscheinlich eng", vermutet Leopold.
So aber gingen die Gäste angetrieben vom eingewechselten Niklas Rottenau zehn Minuten vor dem Ende in Führung. Rottenau spielte das Leder durch drei Gegenspieler hindurch und setzte nach. Er sah den an der Strafraumkante postierten Alexander Scholz, der das Leder in die lange Ecke schlenzte. Prädikat Traumtor. Nur drei Minuten später machte Turgay Akbulut - wieder auf Zuspiel von Rottenau - mit einem 12-Meter-Kracher unter die Latte den Deckel drauf. "Es waren zwei sehr schöne Schüsse, die eigentlich gar nicht zum Spiel gepasst haben", so Leopold.
Auch wenn es kein tolles Spiel war, ist Leopold mit dem Sprung nach ganz oben "super zufrieden. Das würde mir ja auch keiner abkaufen, wenn ich etwas anderes sagen würde. Wir haben die beste Abwehr und die letzten sieben Spiele gewonnen. Zudem waren von den neun Spielen schon sechs auswärts. Das weiß ja kaum einer", weißt der Trainer auf die starke Bilanz auf fremdem Platz hin.
Schiedsrichter: Sascha Bauer (TSV Obermelsungen).
Zuschauer: 130.
Tore. 0:1 Alexander Scholz (80.), Turgay Akbulut (83.).
Germania Schwanheim - Viktoria Kelsterbach 3:1 (0:1)
"Es war ein verdienter Sieg für uns. Wir waren spielerisch und läuferisch überlegen und haben Ball und Gegner gut laufen lassen. Das 0:1 hat den kompletten Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Die sind mit der ersten Chance in Führung gegangen", so Schwanheims Coach Tomas Pelayo, dessen Team im ersten Durchgang mit dem Pfostenschuss von Marcel Aptiev die beste Chance hatte. Erneut Apdiev und Bahri Eyüp hatten weitere gute Gelegenheiten, bis die Gäste durch einen laut Pelayo "umstrittenen Elfmeter" in Führung gingen. Leo Hasenstab war es egal und er verwandelte zum 0:1 Pausenstand.
"Wir hatten nach dem 1:0 bis zur Halbzeit noch ein, zwei gute Gelegenheiten aber nach der Pause zu wenig Willen gezeigt. Das hat uns Schwanheim vorgemacht", befand Gästetrainer Ralf Horst. Nach einem Eckball erzielte Samuel Baltes eine Viertelstunde nach Wiederbeginn den Ausgleich. Dann schlug die Stunde von Kalab Ghebremariam, der laut Pelayo der "überragende Mann war. Zunächst bereitete er den Führungstreffer von Apdiev über rechts vor, der aus fünf Metern nur noch einschieben musste. Auch der dritte Treffer fiel dann in der Schlussminute auf Vorlage von Ghebremariam, der erneut Apdiev in der Mitte suchte. Der ließ auf den eingewechseltenYassine Maingad prallen, der den Endstand erzielte.
"Es ist keine Schande, in Schwanheim zu verlieren. Gegen die hatten wir schon immer Probleme. Da ist es immer sehr schwer", bilanzierte Horst.
Schiedsrichter: Sebastian Klein (TSV Erksdorf).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Leo Hasenstab (39., Foulelfmeter), 1.1 Samuel Baltes (59.), 2:1 Marcel Apdiev (84.), 3:1 Yassine Maingad (90.).
FSV Fernwald - SG Oberliederbach 0:2 (0:2)
"Wir wollten in der ersten Halbzeit ein bisschen tiefer stehen. Wie gegen Kelsterbach. Aber die Tore sind zu früh gefallen", so Gästetrainer Asad Ahmad, dessen Team durch zwei Treffer von Felix Erben (7., 28.) in Rückstand geraten war. "Da haben wir uns dann in die Pause gerettet. Die hätten durchaus höher führen können", musste Ahmad zugeben. Nach dem Seitenwechsel waren die Spielanteile dann mehr auf Seiten von Oberliederbach, die aber außer beim Pfostenschuß von Leon Günther keine großen Möglichkeiten verbuchen konnten. So endete die Partie mit 0:2 aus Sicht der SGO.
"Wir sind mitten im Abstiegskampf, aber ich bin mir nicht so sicher, ob das schon alle bei uns realisiert haben. Im Moment fehlt einfach ganz viel. Das ist für uns eine neue Situation, aus der wir uns wieder raus arbeiten müssen", so der Coach, der "unterm Strich von einem verdienten Sieg von Fernwald", sprach.
Schiedsrichter: Jan Lübberstedt (Neuhof).
Zuschauer: 130.
Tore: 1:0, 2:0 Felix Erben (7., 28.).
SV Zeilsheim - SF/BG Marburg 4:1 (2:1)
"Anfangs war es ein recht ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten", so Zeilsheims Trainer Sascha Amstätter. ie Führung für die Gastgeber erzielte dann Leonardo Bianco mit einer starken Einzelleistung, doch fast im Gegenzug glichen die Marburger wieder aus. Eine Flanke wurde von Zeilsheim verlängert und Jan Löwer besorgte das 1:1. Aber mit dem Pausenpfiff die erneute Führung für die Gastgeber. Bianco hatte Raymond Aschenkewitz in Szene gesetzt und der behielt die Nerven.
"Uns war klar, dass Marburg in der zweiten Halbzeit dann nochmal mehr investiert und wir hatten auch zwei, drei heikle Szenen zu überstehen, was auch durch eine gute Torwartleistung gelungen ist", lobte Amstätter seinen Keeper Dominik Reining und fügte an: "Wir haben den Sieg dann mehr gewollt." So bestrafte Raffael Grigorian einen Ballverlust der Gäste und traf aus 35 Metern ins leere Tor, weil Marburgs Keeper Dusan Olujic weit aufgerückt war. Den Schlusspunkt setzte dann erneut Bianco, der ein Zuspiel von Hamza Bouchen mit einem Lupfer über Olujic hinweg vollendete.
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Leonardo Bianco (38.), 1:1 Jan Löwer (40.), 2:1 Raymond Aschenkewitz (45.), 3:1 Raffael Grigorian (75.), 4:1 Leonardo Bianco (90.).
FV Biebrich - FC Waldbrunn 1:1 (0:0)
Der FV Biebrich tritt weiter so ein bisschen auf der Stelle. Im Duell mit Tabellennachbar FC WAldbrunn kam die Elf von Trainer Nazir Saridogan nicht über ein 1:1 hinaus und hatte sogar noch Glück, da der Ausgleichstreffer von Derrick Amoako erst eine Minute vor dem End der regulären Spielzeit gefallen ist. Cornelius Doll hatte die Gäste nach einer knappen Stunde in Führung gebracht. Damit belegen die Biebricher derzeit den neunten Tabellenplatz, haben aber auch noch ein bis zwei Spiele weniger absolviert, als große Teile der Konkurrenz.
Schiedsrichter: Andre Klein Kickers Obertshausen).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Cornelius Doll (58.), 1:1 Derrick Amoako (89.).

