Seligenstadt erwartet gegen Rosenhöhe entscheidende Nuancen
Gruppenliga Frankfurt Ost: „Wurst und Bierchen“ in Obertshausen
SV Pfaffenhausen – 1. Hanauer FC (15 Uhr)
Vergangenen Mittwoch holte Pfaffenhausen in Wenings (3:2) drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Marschroute gegen den Tabellenführer ist für Andreas Pfahls, Sprecher des Drittletzten klar: „Wenn unser Pressing gegen Wenings so gut funktioniert hat, warum nicht auch gegen Hanau?“. Was gegen den Spitzenreiter auf sein Team zukommt, davon will er sich überraschen lassen: „Es ist ein Heimspiel und man will ja immer etwas mitnehmen, daher hoffe ich wenigstens auf einen Punkt.“ Personell sieht es bei den Gastgebern sehr gut aus, lediglich Stefan Scheidt steht in dieser Saison aufgrund einer Meniskusverletzung nicht mehr zur Verfügung.
Türk Gücü Hanau – SG Marköbel (15 Uhr)
Zwar liegen die Hanauer mit Platz 14 ganze fünf Ränge hinter dem kommenden Gegner aus Marköbel, bei einem Heimdreier könnte Türk Gücü aber bis auf einen Punkt herankommen und zumindest vorerst die Abstiegsränge verlassen. „Drei Punkte sind das Ziel, um ranzukommen. Außerdem haben wir ja auch noch ein Spiel weniger absolviert“, erzählt Türk Gücü-Sprecher Amil Katilmis, der ein „Kampfspiel“ erwartet: „Gegen die Rosenhöhe letztes Wochenende hatten wir einen spielstarken Gegner, diesmal wird es etwas körperbetonter zur Sache gehen.“ Positiv bewertet Katilmis, dass Spielertrainer Blerim Petrovci es geschafft hat, „eine Einheit auf den Platz zu bringen“. Petrovci selbst kann verletzungsbedingt nicht mitwirken.
Kickers Obertshausen – KV Mühlheim (15 Uhr)
Zwar sind die Voraussetzungen beider Teams gänzlich unterschiedlich, dennoch warnt Obertshausens Sprecher Siggi Herth, die kommende Saison freiwillig in der Kreisliga A startenden Mühlheimer zu unterschätzen: „Die haben zwar zuletzt ziemlich auf die Mütze bekommen, aber das kann natürlich auch anders laufen.“ Mühlheim ist aktuell 13., wird am Saisonende jedoch ans Tabellenende gesetzt und steckte zuletzt gegen Nidda (0:10) und Bischofsheim (0:5) viel ein. Als Tabellensechster mit 35 Punkten haben die Kickers die Möglichkeit, auf die oberen Plätze zu schielen. „Verstecken müssen wir uns nie“, so Herth, der „gemütlich am Spielfeldrand mit Wurst und Bierchen“ stehen und drei Punkte in Obertshausen behalten möchte.
SV Somborn – JSK Rodgau (15 Uhr)
Der überraschende 3:1-Erfolg gegen den Hanauer FC hievte Somborn aus den Abstiegsrängen. Um den einen Punkt Vorsprung mindestens zu halten gilt es, beim Tabellendritten aus Rodgau-Jügesheim zu punkten. Die Gäste wiederum werden etwas dagegen haben, verloren sie doch erst unter der Woche in Bischofsheim unglücklich mit 0:2 und mussten Rang zwei abgeben. „Somborn hat Hanau geschlagen. Das allein zeigt, wie stark sie sein können. Aber bei ihnen ist es sehr abhängig von der Tagesform“, weiß Rodgau-Coach Andreas Humbert. Zudem haben die Gastgeber Spieler auf „Hessenliga-Niveau“ in ihren Reihen, die das Duell zu einem „schweren Gang“ machen. Dass seine Mannschaft das dritte Spiel in sieben Tagen bestreitet, sei für Humbert zwar nicht gerade ein Vorteil, „körperlich sind wir aber fit genug“. Erneut stehen Fragezeichen im Angriff, da Florent Hajzeray nach Blessuren nun endgültig ausfällt.
Sportfreunde Seligenstadt – SG Rosenhöhe Offenbach (15 Uhr)
Dass sich bei fünf Absteigern von 17 Mannschaften der Großteil der Teams mit dem Abstieg beschäftigen muss, ist Realität. „Das ist uns bewusst, deshalb orientieren wir uns generell eher nach hinten“, so Seligenstadts Trainer Thomas Marton vor der anstehenden Partie gegen die Rosenhöhe. Beide Teams trennen nur zwei Punkte, die Gäste stehen aktuell noch etwas besser da, sind Achter. „Wichtig ist, dass wir jetzt Punkte holen, um in sicheren Fahrwassern zu schwimmen“, weiß Marton, der ein „Spiel auf Augenhöhe erwartet“. In der Gruppenliga seien es Nuancen, die in solchen Duellen den Ausschlag geben: „Das Team, das weniger Fehler macht, gewinnt.“
VFR Kesselstadt – FC Hochstadt (15 Uhr)
Auf dem Papier eine klare Angelegenheit. Hochstadt ist Fünfter und kann mit einem Sieg den Anschluss an die Top vier halten, stellt zudem den drittbesten Angriff der Liga. Auf der anderen Seite steht Gastgeber Kesselstadt: der Tabellenletzte hat in 20 Spielen zehn Punkte gesammelt und ist mit 73 Gegentoren die Schießbude der Liga. Das Team vom Sportplatz an der Pumpstation fing sich allein in den vergangenen zwei Partien 22 Tore.
FSV Bischofsheim – Viktoria Nidda (15 Uhr)
Nach dem erfolgreichen Start in die Rückrunden mit zwei Kantersiegen steht die Viktoria aus Nidda im Soll. Am Sonntag erwartet die Elf von Trainer Stephan Belter beim Auswärtsspiel gegen den FSV Bischofsheim jedoch die erste schwere Aufgabe im neuen Jahr. Die Frösche aus Bischofsheim besiegten vergangene Woche den KV Mühlheim mit 5:0 und setzten sich am Donnerstagabend im Spitzenspiel gegen JSK Rodgau mit 2:0 durch, wodurch sie in der Tabelle an der Viktoria vorbei ziehen konnten.
Das Hinspiel konnte Nidda deutlich mit 4:0 für sich entscheiden. Am Sonntag geht Co-Trainer und Spieler Sven Diedrich von einen engen und ausgeglichen Spiel aus. „Bischofsheim wird am Sonntag ein harter Gegner werden. Sie werden uns alles abverlangen und mit Michael Kohnke haben sie vorne einen Stürmer der immer für ein Tor gut ist. Dennoch wollen wir versuchen, dass Bischofsheim nach dem Spieltag wieder hinter uns in der Tabelle steht.“ Einen Nachteil daran, dass Nidda in Bischofsheim vermutlich auf ungewohntem Kunstrasen spielen wird sieht Diedrich indes nicht. „Das sollte für uns kein Problem darstellen, wir sind es ja mittlerweile grade in dieser Jahreszeit auswärts gewohnt auf Kunstrasenplätzen zu spielen und haben auch dort schon gute Spiele gezeigt“, so Diedrich.
VfR Wenings – Germania Klein-Krotzenburg (15 Uhr)
Am Mittwoch musste der VfR Wenings mit 2:3 gegen Mitkonkurrent SV Pfaffenhausen eine bittere Niederlage einstecken. Die Gäste aus Pfaffenhausen gingen mit einer konsequenteren Chancenverwertung als verdienter Sieger vom Platz. Den Kopf in den Sand wäre aber für die Elf von Spielertrainer der falsche Weg. Noch sind 14 Spiele und folglich auch 42 Punkte zu vergeben. Die Chance auf die nächsten drei Punkte hat der VfR am Sonntag gegen Mitaufsteiger Germania Klein-Krotzenburg. Die Germania spielt nach ihrem Aufstieg in der vergangenen Saison im Gegensatz zu den Weningser bislang eine sorgenfreie Runde und liegt 32 Punkten als bester Aufsteiger auf Rang 7 in der Tabelle. Beim VfR kehrt Radu Bumbar nach abgesessener Rot-Sperre, die er sich in der Vorbereitung holte, wieder in den Kader zurück. Hinter Mittelfeldmotor Jan Kromm, der auch bereits im Spiel gegen Pfaffenhausen wegen muskulären Problemen passen musste, steht auch für das Spiel am Sonntag ein Fragezeichen.
Autoren: Valentin Schwing/Leandro Theis

