SG Landenhausen wieder eigenständig

03. Juli 2024, 07:05 Uhr

Patrick Steinacker, Rainer Möller, Markus Erb, Trainer Arne Güldner und Patrice Möller führen die SG Landenhausen. Foto: Ralph Kraus

Die Nachricht kam in den vergangenen Tagen überraschend: Die FSG Wartenberg hat sich im Seniorenbereich aufgelöst und die SG Landenhausen startet fortan in der A-Liga Lauterbach/Fulda wieder eigenständig. Beim bisherigen Spielpartner TV Angersbach wird es keinen Seniorenfußball mehr geben.

„Der Grund ist ganz einfach der, dass uns der TV Angersbach im April mitgeteilt hat, dass man niemanden mehr findet, der den Posten des Fußball-Abteilungsleiters übernehmen will. Deshalb wurde die Spielgemeinschaft jetzt aufgelöst und die Spieler, die für den TV Angersbach gespielt haben, wechseln geschlossen in die SG Landenhausen “, erklärt Patrice Möller, der gemeinsam mit Nicolas Kaspar den geschäftsführenden Vorstand in Landenhausen bildet.

Recht plötzlich sei die Nachricht vom Spielpartner gekommen. „Das war für uns schon alles sehr kurzfristig. Vielleicht hatte es sich vorher im Hintergrund so ein bisschen abgezeichnet, aber dass es tatsächlich so kommt, haben wir erst gegen Ende der vergangenen Saison mitgeteilt bekommen“, so Möller.

FSG Wartenberg Geschichte: A-Ligist SG Landenhausen eigenständig

Also musste man bei der SG Landenhausen schnell handeln. „Wir mussten uns in der Kürze der Zeit völlig neu aufstellen. Zum Glück hatten wir relativ schnell einen Plan“, lobt Möller, dessen Verein die Verantwortung schon länger auf mehrere Schultern verteilt hat. „Schon vor sechs Jahren haben wir eine Satzungsänderung durchgeführt und das Führungsteam anders aufgestellt“, erklärt Rainer Möller, der gemeinsam mit Timo Schändlinger und Michael Keller das dreiköpfige Team der Abteilungsleiter Seniorenfußball übernommen hat. Neben dem zweifach besetzten geschäftsführenden Vorstand und den drei Abteilungsleitern wird Landenhausen von einem zwölfköpfigen Vorstandsteam geführt. Die Neuwahlen fanden frisch am vergangenen Freitag statt.

Gespielt wird in Zukunft ausschließlich auf dem Gelände der SG Landenhausen. Der Platz in Angersbach wird aber weiterhin von der Jugend genutzt. „Im Juniorenbereich ändert sich nichts“, macht Vorstandsmitglied Patrick Steinacker deutlich. „Bis inklusive der D-Junioren spielen wir weiter in der JSG Wartenberg/Salzschlirf gemeinsam mit Angersbach, ab der C-Jugend dann in der JSG Lüdertal. Hier wird das Gelände in Angersbach genutzt werden.“

FSG Wartenberg: TV Angersbach ohne Seniorenfußball

Rein sportlich scheint die SG Landenhausen nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga gut aufgestellt. Zwar haben Boris Loch (1. FC Nüsttal) und Moritz Kolb (Haimbacher SV) den Club verlassen, doch den beiden Abgängen stehen stolze neun Neuzugänge gegenüber. Cristian Turcin, Philipp Rockel (beide VfL Lauterbach), Till Schöniger, Paul Desel (beide SG Lauter) und Hakan Yüksel (SG Schwalmtal) kommen von auswärtigen Vereinen, dazu rücken aus dem eigenen Nachwuchs Paul Möller, Sebastian Zein, Nils Hofmann und Momo-Janosch Geisensetter nach.

„Damit haben wir einen sehr guten Kader zusammen. Zumal die eigenen Spieler durch das eine Jahr in der Kreisoberliga auch gereift sind. Wir haben auch vielen jüngeren Spielern Einsatzzeiten gegönnt, damit die sich entwickeln können“, sagt Trainer Arne Güldner, der seit Januar den Verein trainiert und der eine optimistische Prognose wagt: „Ich könnte mir vorstellen, dass wir ganz vorne mit dabei sind.“

SG Landenhausen: Neun Neuzugänge für Saison 2024/2025

Im Ort selbst hat man die Nachricht, dass es fortan wieder die SG Landenhausen eigenständig im Spielbtrieb geben wird, durchweg positiv wahrgenommen. „Wir haben im Jahr 2020/2021 unseren Platz komplett saniert und auf Vordermann gebracht. Da hat man bereits gemerkt, welchen Stellenwert der Fußball im Dorf hat. Die Leute freuen sich darauf, dass jetzt wieder alle Heimspiele auf unserem Gelände stattfinden“, sagt Patrice Möller.

Patrick Steinacker ist aber auch bewusst, was das bedeutet: „Doppelt so viele Heimspiele bedeutet auch doppelt so viele Helfer, denn es ist nicht der Sinn der Sache, dass immer die gleichen Leute am Sonntag vom Spiel nichts mitbekommen. Dazu kommt auch, dass die Hälfte der Kosten, die bislang über den TV Angersbach liefen, nun unseren Etat verdoppeln. Wir haben zwar die Rahmenbedingungen geschaffen, aber vor uns liegt noch viel Arbeit“, warnt Patrick Steinacker, der dabei auch an den Nachwuchs denkt. „Es geht auch darum, dass wir die Rahmenbedingungen im Jugendbereich erhalten, denn nur so wird es auf Dauer Seniorenfußball bei der SG Landenhausen geben. Es gibt bereits einige Gönner, die uns zugesagt haben zu helfen, aber wir brauchen dringend noch Sponsoren, die uns unter die Arme greifen.“