Sieben Tore und erneut ein Platzverweis in Neuhof

Verbandsliga: Matchwinner Duvnjak

21. August 2016, 14:54 Uhr

Mateo Duvnjak

Wer Spiele des SV Neuhof besucht, bekommt ordentlich Tore zu sehen. So war das auch am Sonntag gegen Hessen Kassel II. Das 4:3 (2:1) bot dem Sportlichen Leiter Alexander Bär Anlass für alle denkbaren Gefühlsregungen.

Bär bejubelte schöne Treffer der Neuhofer, haderte mit gravierenden Schnitzern der Defensive und war stocksauer über diverse Undiszipliniertheiten. Nachdem Antonio Antoniev nach 53 Minuten beim Stand von 2:1 die Gelb-Rote Karte gesehen hatte und Neuhof das Spiel damit erneut nicht vollzählig beendete, musste sich der Gastgeber fast die gesamte zweite Hälfte der Regionalliga-Reserve des KSV in Unterzahl entgegenstemmen. Bär fasste sich an den Kopf: „Ich versteh’s nicht. Ich kann’s einfach nicht verstehen“, stieß er nach Antonievs Platzverweis hervor. Der war nach einer Grätsche in die Beine von Wörner weit in der Hälfte des Gegners erfolgt – und das, obwohl man den schon verwarnten Rechtsverteidiger in der Halbzeitpause darauf hingewiesen habe, vorsichtig zu sein.

Immerhin: Die Neuhofer wehrten sich, mussten zwar den 2:2-Ausgleich schlucken, kamen aber in der Schlusphase zu den alles entscheidenden Treffern. Mateo Duvnjak war der Spieler der Partie. Im Anschluss an einen Lattentreffer von Spielertrainer Radek Görner kam der Ball über Umwege zu Duvnjak, der völlig frei vor dem Sechzehner stand und das Leder herrlich zum 3:2 ins kurze Eck zirkelte. Nach einem Konter machte Duvnjak mit einem Heber über Torhüter Winterhagen zum 4:2 (89.) alles klar. Schlampereien in der SVN-Deckung ermöglichten den Kasselern in der Nachspielzeit noch den Anschlusstreffer und sorgten dafür, dass bei Bär der Puls in die Höhe schnellte. Allerdings pfiff Refereree Jörn Becker danach gleich ab.
Fazit des SVN-Sportchefs nach kurzweiligen 92 Minuten: „Die Mannschaft hat eine viel bessere Einstellung als in Bad Soden gezeigt.“ Jedoch seien drei Gegentore einfach zu viel.

Neuhof: Ditzel – Antoniev, Bräuer, Skugor, Langner – Manns (83. Curic), Kengni Fotsing – Lazarevski (52. Heiliger), Duvnjak, Schmitt (64. Hasanagic) – Görner.
Kassel II: Winterhagen – Rakk (59. Ochs), Feldmann, Wörner, Gülsen – Osmanoglu, Sosa Perez (64. Uceda Cerdan) – Bredow, Leinhos, Brandner (80. Richter) – Korell.
Schiedsrichter: Jörn Becker (Grünberg). Zuschauer: 70. Tore: 0:1 Sergio Sosa Perez (4.), 1:1 Radek Görner (15.), 2:1 Radek Görner (43.), 2:2 Tobias Bredow (72.), 3:2 Mateo Duvnjak (82.), 4:2 Mateo Duvnjak (89.), 4:3 Murat Osmanoglu (90.+2, Foulelfmeter). Gelb-Rote Karte: Antonio Antoniev (53., wiederholtes Foulspiel). / hw

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