Simon macht die Köpfe frei - und schießt sich warm
Verbandsliga: HSV siegt / Witzel fällt lange aus
Hier nickt Robert Simon (links) gekonnt für die Hünfelder Führung ein. Es war der Knotenlöser. Foto: Siggi Larbig
Was er damit meinte, war jedem klar: Bis zur 30. Minute bestimmte zwar Korbach nicht das Spiel, ließ aber vollkommen vergessen, dass in Sechser Jonas Will (Studium) und Keeper Steven Schmelter (Finger im Abschlusstraining ausgekugelt) zwei Stützen fehlten. Nico Müller (3.), Matthias Rösner (7.), Marcel Bangert (11.) und Christoph Osterhold (18.) ließen die Gästeführung teils fahrlässig liegen. Hünfeld war total verunsichert, hatte keinen Torschuss – und führte das Geschehen binnen zehn Minuten dennoch ad absurdum.
Simon (Kopfball, 35.), Sebastian Alles (satter Schuss, 43.) und nochmals Simon (abgefälschter Schuss, 45.) veredelten gleich die ersten drei Möglichkeiten. „Das 1:0 war der Dosenöffner, die Köpfe waren frei, dann klappt auf einmal auch so ein toller Spielzug wie zum 2:0“, erklärte Simon, der dabei super gekreuzt und Alles des Weg freigemacht hatte.
Direkt nach der Pause hätte Simon nachlegen müssen, stattdessen foulte erst „Johnny“ Helmke Christoph Osterhold elfmeterreif (56.) und Ferhat Yildiz verschätzte sich bei einem langen Ball (56.). Plötzlich stand es nur noch 3:2. Eine Großchance zum Ausgleich blieb nachher aus, weil Hünfeld weiter nach vorne spielte und Trainer Dominik Weber richtig wechselte. Was dann wieder einmal mangelhaft war: die Chancenauswertung. Erst in der Schlussphase legten Lukas Budenz und Simon nach. Interessieren sollte es nach dem Befreiungsschlag aber niemanden.
Schon gar nicht den Dreifach-Torschützen, der zuletzt die Seuche am Fuß hatte und sich vor dem Derby am Samstag in Steinbach demütig gab:„Wir wollen die ärgern, den Hünfelder SV ordentlich präsentieren und dann schauen wir einfach mal, was passiert.“
Unterdessen bekam HSV-Innenverteidiger Steffen Witzel die bittere Diagnose „Meniskushinterhornriss“, außerdem hat das Innenband was abbekommen:„Das einzig Positive ist, dass die Kreuzbänder laut MRT stabil sind“, sagt Witzel, der an just diesem Knie bereits einen Kreuzbandriss hatte. Heute reist er nach Werneck zu einem Vorgespräch, folgen werden wohl Athroskopie, Operation und rund drei Monate Pause. Erst am Montag bekommt Sebastian Gensler sein MRT-Ergebnis.
Hünfeld: Gutberlet – Schilling, Helmke (61. Trabert), Belaarbi, Yildiz (66. Klüber) – Budenz, Krenzer – Neidhardt (46. Wahl), Alles, Krieger – Simon.
Korbach: Asmuth – J. Osterhold, Rösner, Müller, Benndorf – T. Will, Jalilyan – Bangert, Vogel, C. Osterhold – Moor.
Schiedsrichter: Timo Wlodarczak (ESV Weiterode). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Robert Simon (35.), 2:0 Sebastian Alles (43.), 3:0 Robert Simon (45.), 3:1 Christoph Osterhold (51., Foulelfmeter), 3:2 Alexander Moor (56.), 4:2 Lukas Budenz (81.), 5:2 Robert Simon (88.).


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