0:1 in Sandershausen

Sodens Serie reißt nach sieben Pflichtspielen

Verbandsliga: Nur Neu-Vater Pospischil hat Grund zur Freude

06. Oktober 2019, 14:37 Uhr

Obwohl die bessere Mannschaft, regierte bei Anton Römmich in Sandershausen nur der Frust. Foto: Ralf Hofacker

Nach sieben Pflichtspielen ohne Niederlage hat es die SG Bad Soden erwischt. Die Sprudelkicker unterlagen 0:1 (0:1) in Sandershausen. Nach der dritten (Auswärts-)Niederlage weist die SG auf fremden Platz nun eine negative Bilanz auf.

„Die schlechtere Mannschaft hat gewonnen“, sagte SG-Trainer Anton Römmich bedient. „Wir hatten das Spiel komplett in der Hand, haben bloß leider unsere Chancen nicht genutzt. Es gibt solche Tage. Mit etwas mehr Effektivität holen wir mindestens einen Punkt. Und ich bin mir sicher, wenn uns der Ausgleich gelingt, gewinnen wir das Spiel noch.“ Im Vergleich zum Heim-1:1 gegen Hünfeld hatte Römmich die Startelf auf zwei Positionen verändert: Für Christian Pospischil und Radomir Vlk begannen Memeti Ilir und Richard Lairich. Und der SG-Trainer war trotz vier Ausfällen von Stammkräften zufrieden mit dem Auftritt. „Die Jungs haben kämpferisch und spielerisch überzeugt.“

Das einzige Tor gelang aber den Nordhessen. In der 36. Minute bekamen die Sodener den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum geschlagen. Nach einigen Ping-Pong-Stationen schoss der Sandershäuser Sascha Hebold den Ball aus 15 Metern volley in den Winkel – 1:0 für die TSG. 20 Minuten zuvor hatte Jaron Krapf die Sodener Führung erzielt – vermeintlich. Der Ball war zwar im Tor, doch nach einem Foul an Flankengeber Daniele Fiorentino hatte der Schiedsrichter einen Freistoß gepfiffen und damit den Vorteil aberkannt. „Sehr unglücklich“, meinte Rommich. „Der Schiedsrichter hätte das Ding weiterlaufen lassen müssen.“

Abdul Ersöz rettete die Gäste vor dem Seitenwechsel stark in einem Eins-gegen-Eins-Duell vor dem 0:2. Nach der Pause erhöhte die SG den Druck, Sandershausen zog sich noch tiefer als im ersten Durchgang zurück und kam nur noch einmal bei einer Ecke nach einem Konter vor das Tor der Gäste. Nach Zuspiel von Fiorentino verprang Krapf der Ball. Aus zwei Metern traf er das leere Tore nicht (55.). Zudem ließ Khaibar Amani zwei gute Sodener Chancen liegen. Einmal hielt der Torwart. Einmal zielte er am Kasten vorbei. „Der einzige aus dem Team, für den das Wochenende erfolgreich war, ist Christian Pospischil“, fasste Römmich zusammen. Der Spielmacher war am Freitagabend zum ersten Mal Vater geworden und hatte für das Spiel frei bekommen, um die Zeit mit seiner Frau und seinem Sohn genießen zu können.

Die Statistik:

SG Bad Soden: Ersöz; Lairich (76. Dworschak), Neiter, T. Paulowitsch, Kymlicka – Moaremoglu, Ilir – Demuth, Amani, Krapf – Fiorentino.
TSG Sandershausen: John; Wissling, Schumann, Luis, Altschmied (84. Stern) – Minne, Behler (54. Stengele) – Jablonski, Bredow, Hebold – Akman (89. Sezer).
Schiedsrichter: Marcel Rühl (FSG Wettenberg). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Sascha Hebold (36.). / sar

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