Spitzenspiel in Großkrotzenburg

Gruppenliga Frankfurt Ost: Seligenstadt mit Derby

22. August 2017, 20:00 Uhr

Wird Oberndorfs Trainer Reinhold (links) Jessl auch gegen Großkrotzenburg Tore seiner Mannschaft bejubeln dürfen? Foto: Steffen Turban

Die Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost hat am vierten Spieltag die ersten Leckerbissen zu bieten. In der englischen Woche am Mittwoch Abend stehen sich zunächst Dietzenbach und Altwiedermus sowie Erlensee und die Rosenhöhe gegenüber. Am Donnerstag kommt es unter anderem zum Derby zwischen Seligenstadt und Rodgau. Außerdem treffen Großkrotzenburg und Oberndorf aufeinander, die bislang alle ihre Spiele gewinnen konnten und sich gegenseitig die Favoritenrolle zuschieben.

FC Dietzenbach – SV Eintracht Altwiedermus (Mittwoch, 19 Uhr)

Dietzenbach ist noch sieglos, musste nach zwei Unentschieden vergangene Woche die erste Niederlage einstecken (1:4 in Seligenstadt). Damit stehen die Offenbacher nach drei Spieltagen mit zwei Punkten vorerst nur auf Platz 15. Altwiedermus gewann zum Auftakt (4:2 gegen Somborn), spielte dann in Obertshausen Unentschieden (3:3) und musste sich schließlich dem Lauf von Türk Gücü Hanau beugen (1:4). In den kommenden Wochen warten dann Klein-Krotzenburg und Rodgau. Kein leichtes Programm für den Aufsteiger, da würden Punkte aus Dietzenbach gut tun.

1. FC 06 Erlensee – SG Rosenhöhe Offenbach (Mittwoch, 20 Uhr)

Aufsteiger Erlensee ist ambitioniert, will im oberen Drittel der Tabelle landen. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt (2:5 gegen Steinheim und 2:3 in Großkrotzenburg) fuhr die Mannschaft von Tobias Heilmann erst am dritten Spieltag die ersten Punkte ein (4:1 in Bischofsheim). Nun empfängt der FC mit der Rosenhöhe eine erfahrene Gruppenliga-Mannschaft. Die Offenbacher sind mit sieben Punkten aktuell Vierter und kommen mit Rückenwind zum Aufsteiger, nachdem sie am Wochenende mit 4:1 klar gegen Bad Orb gesiegt hatten.

SV Somborn – Kickers Obertshausen (Donnerstag, 19 Uhr)

Im vierten Anlauf der erste Kickers-Sieg? Nach drei Unentschieden hintereinander und einem beispiellosen Mangel an Personal wartet Obertshausen noch immer auf den ersten Dreier der neuen Runde. Ist die Zeit nun in Somborn reif? Die Gastgeber gewannen am zweiten Spieltag gegen Hochstadt (4:2), mussten aber auch schon zwei klare Niederlagen einstecken (2:4 in Altwiedermus und 2:5 in Oberndorf).

SG Marköbel – Türk Gücü Hanau (Donnerstag, 19 Uhr)

Hanau hat einen Lauf, gewann alle drei Spiele zum Saisonauftakt und steht im Hessenpokal in der nächsten Runde. Die heraufbeschworene Serie ist in vollem Gange. Da könnte ein Gegner wie Marköbel gerade recht kommen. Die SGM siegte am ersten Spieltag furios in Hochstadt (7:1), verlor die beiden folgenden Spiele aber gegen zwei Aufsteiger (0:2 gegen Oberndorf und 2:4 in Langen). "Von einer Krise will ich noch nicht reden", relativiert Marköbels Sprecher Luca Topitsch die Ergebnisse. "Wenn wir defensiv gut stehen und uns offensiv nicht verstecken, rechne ich mir auf jeden Fall etwas Zählbares aus. Auch gegen Hanau."

Germania Großkrotzenburg – VFB Oberndorf (Donnerstag, 19 Uhr)

Das erste Topspiel der Saison steht an. Verbandsliga-Absteiger Großkrotzenburg empfängt Aufsteiger Oberndorf. Beide Mannschaften sind – neben Türk Gücü Hanau – noch ungeschlagen und haben darüber hinaus auch alle ihre Partien gewinnen können. Germania-Torwart Matthias Neiter, der mit Oberndorf vergangene Runde den Aufstieg feierte, schob den Gästen bereits mit einem Zwinkern die Favoritenrolle zu. VFB-Pressesprecher Gerald Geiger weiß jedoch: "Die kommen von oben runter, sind ein Top-Kandidat für den Aufstieg. Unsere Erwartungshaltung ist anders. Wir sind glücklich über die aktuelle Situation, das Ziel bleibt aber der Klassenerhalt." Dennoch fährt Oberndorf nicht nach Großkrotzenburg, um zu verlieren: "Unsere Offensive ist für jeden Gegner schwer zu verteidigen, vielleicht landen wir einen Überraschungsdreier. Mit einem Unentschieden wäre ich aber erstmal zufrieden."

Sportfreunde Seligenstadt – JSK Rodgau (Donnerstag, 19 Uhr)

Ein Gruppenliga-Klassiker erwartet die Zuschauer in Seligenstadt gegen Rodgau. In den vergangenen Jahren lieferten sich beide Teams enge Duelle und mit der Zeit kennen sich die Verantwortlichen nun untereinander. "In solchen Spielen ist einiges anders. Da kommt Derby-Atmosphäre auf und jeder will gewinnen, nicht nur für die Punkte", weiß Sportfreunde-Coach Thomas Marton um den Wert der Partie. Nach drei Spielen stehen die Rodgauer erst mir drei Punkten da, Seligenstadt hat einen Zähler mehr auf dem Konto. Marton weiß das einzuordnen: "Der JSK hat noch Steigerungspotential. Es wird ein ordentliches Spiel."

FSV Bad Orb – Germania Klein-Krotzenburg (Donnerstag, 19.30 Uhr)

Aufsteiger Bad Orb holte erst einen Punkt, steht aktuell auf Platz 17. Klein-Krotzenburg hat vier Zähler auf dem Konto, besiegte zuletzt den JSK Rodgau. Bad Orb ist für die Gäste ein unbeschriebenes Blatt, lediglich einmal beobachtete Germania-Trainer Wolfgang Kaufmann den Gegner. Das war in der Aufstiegsrelegation. "Aus diesem Team sind nur sieben Leute geblieben. Von daher kann man so viel nicht sagen", so Kaufmann, der sich aber eines gemerkt hat: "Mir ist aufgefallen, dass sie mannschaftlich sehr geschlossen auftreten. Da wird einiges an Einstellung auf uns zukommen." Offensiv muss Kaufmann weiter auf einige Akteure verzichten, ab dem Wochenende kommt dann aber unter anderem mit Neuzugang Florent Hayzeraj (zuletzt JSK Rodgau) eine Verstärkung hinzu.

FSV Bischofsheim – FC Hochstadt (Donnerstag, 19.30 Uhr)

Hochstadt entwickelt sich im Sommer von einem offensivstarken Topteam zum Problemfall. In drei Spielen kassierte der FCH bereits zwölf Tore und sammelte erst einen Punkt – immerhin am vergangenen Spieltag gegen Obertshausen. Wird es nun besser? Gegner Bischofsheim hat ebenfalls erst einen Zähler auf dem Konto, spielte am zweiten Spieltag 2:2 gegen Seligenstadt. Beide Teams wollen aus diesem Grund die Kurve kriegen. Nur wem es gelingen wird, bleibt abzuwarten.

SVG Steinheim – 1. FC Langen (Donnerstag, 19.30 Uhr)

Gemeinsam stiegen Steinheim und Langen vergangene Saison in die Gruppenliga auf und kennen sich deshalb gut. "Wir kennen Langen in und auswendig, genauso wie sie uns", ist sich SVG-Sprecher Bernd Hartmann über die Umstände der Partie bewusst. Er erwartet "ein Spiel auf Augenhöhe" und hofft, "dass wir an die Leistung gegen Erlensee anknüpfen können." Steinheim steht nach drei Spieltagen mit drei Punkten auf Rang zehn, Langen mit fünf Zählern auf Platz fünf. Der Sieger des Kräftemessens könnte also kurzzeitig nach oben schielen und Steinheim bei einem Sieg Langen sogar in der Tabelle überholen, wenn die Partie nicht mit einem Remis endet.

Autor: Valentin Schwing