Spuckattacke trübt die Partie
Verbandsliga: Bad Soden holt Punkt in Rothwesten
80 Minuten waren gespielt, als Kevin Demuth und ein Gegenspieler aneinander gerieten. Der Rothwestener spuckte dem Sodener Kapitän laut Trainer Anton Römmich ins Gesicht, dieser ließ sich zu einer Beleidigung hinreißen. Die Folge: Demuth wurde mit glattrot vom Platz geschickt, der TSV durfte mit elf Mann weiterspielen. Nicht die einzige knifflige Aktion für Schiedsrichter Christoph Hein (SV Großenbach). "Vor dem Elfmeter zum 1:1 wird Christoph Neiter klar gefoult, da muss es Freistoß für uns geben", haderte Römmich, der konstatierte: "Der Schiedsrichter hat sehr viele kleine Entscheidungen gegen uns getroffen, das war sehr schade."
So ging es für die Sprudelkicker mit einem Punkt nach Hause, obwohl mehr drin war. Lars Jordan hatte die Gäste nach 28 Minuten in Führung gebracht, als er einen abgewehrten Eckstoß per Direktabnahme verwertete. Auch nach dem Ausgleich (38.) hatte Bad Soden die besseren Gelegenheiten, beispielsweise durch Daniele Fiorentino, Jordan oder Jannik Burgstaller. "Normal musst du hier heute mehr mitnehmen", konstatierte Römmich. Das Spiel ging übrigens mit zehn gegen zehn zu Ende, nachdem Rothwestens Dennis Salioski kurz vor Ende die Ampelkarte sah.
Die Statistik:
SG Bad Soden: Gonzalez Garcia; Demuth, T. Paulowitsch, Di Maria, Ehlert (82. Idrissi), Fiorentino, Bräuer, Neiter, Burgstaller, Jordan (65. Krapf), Scheller (65. K. Paulowitsch).
Schiedsrichter: Christoph Hein (SV Großenbach). Zuschauer: 50. Tore: 0:1 Lars Jordan (28.), 1:1 Nikolaj Eckhardt (38., Foulelfmeter). Rote Karte: Kevin Demuth (Bad Soden, 80.) wegen Beleidigung eines Gegenspielers. Gelb-Rote Karte: Dennis Salioski (Rothwesten, 89.)
In eigener Sache:
In der ersten Version dieses Artikels stand geschrieben, dass ein Rothwestener Spieler einem Sodener ins Gesicht gespuckt habe. Dabei war irrtürmlicherweise nicht gekennzeichnet, dass es sich bei der Schilderung dieses Vorfalls um eine Aussage des Sodener Trainers Anton Römmich gehandelt habe. Dies wurde inzwischen ergänzt. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

