Starke: "Absteigen werden wir wohl nicht mehr"
KOL Süd: SG Johannesberg seit 752 Minuten ohne Gegentor
„Von der Herbstmeisterschaft können wir uns nichts kaufen“, meint der 41-Jährige. „Wenn wir nach der Winterpause mal zwei bis drei Spiele verlieren sollten, dann schaltet sich der Kopf ein. Bei so einem Vorsprung können Spieler anfangen, leichtsinnig zu werden. Absteigen werden wir aber wohl nicht mehr“, entgegnet Starke lachend, der die vergangenen beiden Spielzeiten noch den FC Eichenzell betreut hat. Rein rechnerisch gesehen ist ein Abstieg auch gar nicht mehr möglich, der auf dem ersten Abstiegsplatz liegende SV Engelhelms hat bei 13 verbleibenden Spielen 39 Punkte Rückstand und den direkten Vergleich verloren.
Ganze 752 Minuten ist die Sportgemeinschaft nun schon ohne Gegentreffer. Dies ist laut Starke auf die gesamte Mannschaft zurückzuführen. „Unser Spielsystem ist darauf angelegt, schon sehr weit vorne zu attackieren. So kommt der Ball oftmals gar nicht erst in den Gefahrenbereich.“ Die sich ständig abwechselnden Torhüter Rene Rauch und Tobias Pitzer beschreibt Starke folgendermaßen: „Ursprünglich hatten wir eine feste Nummer eins. Durch Urlaub oder Krankheiten stellte sich die Torwartfrage aber oft gar nicht.“ Wer am Ende das Tor bewacht, macht kaum einen Unterschied. „Egal wer im Tor steht, beide bringen ihre Leistung und kommunizieren hervorragend mit der Viererkette. Dazu kommt, dass sich die Torhüter auch untereinander super verstehen.“
Trotz 16 Erfolgen in Serie waren die vergangenen Siege eher knapp, beispielsweise das 1:0 gegen den Vorletzten Engelhelms. „In diesem Spiel waren wir ganz schwach, Engelhelms dagegen hat einen richtig guten Tag erwischt“, erklärt der Trainer das enge Ergebnis, der davon überzeugt ist, dass Engelhelms bei solchen Leistungen nicht absteigen wird. Mit den vorigen Spielen gegen Kressenbach/Ulmbach und Lütter ist Starke aber sehr zufrieden. „Wir haben in den 180 Minuten keine einzige Torchance zugelassen. In Kressenbach haben wir auf dem Aschenplatz gespielt, dennoch hat die Mannschaft darauf super reagiert. Wenn sieben Mann am eigenen Elfmeterpunkt verteidigen, ist es klar, dass es schwer ist, sich Lösungen einfallen zu lassen.“
Seit gut einem halben Jahr ist Starke nun schon Trainer in Johannesberg, das Fazit fällt positiv aus. „Natürlich habe ich meine eigene Philosophie in den Verein gebracht. Aber das Teamgefüge hat schon vorher gestimmt, nicht nur von der Mannschaft, sondern vom ganzen Verein.“

