Sven Kittler: "Ich will raus aus der Liga"
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"Es läuft komplett anders, als wir uns das vorgestellt haben. In der letzten Saison haben wir mit unserer Reserve den fünften Platz belegt. Da kann man schon davon ausgehen, dass das nicht schlechter wird, wenn einige Hessenliga-Spieler dazukommen", sagt Sven Kittler, der seinerzeit die Hauptverantwortung für den Rückzug der ersten Mannschaft aus dem Amateur-Oberhaus übernommen hatte.
Ziel des Vereins war es, generell die laufenden Kosten zu reduzieren und den Zuschauerzuspruch anzukurbeln: "Das Besucherinteresse ist enttäuschend. Der Schnitt liegt etwa bei 150-170. Die Ausnahme war das Derby gegen Klein-Krotzenburg, da kamen so um die 250. Sportlich gesehen läuft es auch nicht gut. Wir haben gerade einmal gegen eine Mannschaft gewonnen, die in der Tabelle über uns steht. Das haben wir uns alles so nicht vorgestellt", so Kittler.
Neben Tobias Leis, Philipp Hochstein und Marcus Willand hat Jonas Glaab dem Verein die "Abstiegs-Treue" gehalten. Das scheint aber nicht genug an fußballerischem Pulver, denn die Tabelle lügt mit dem neunten Platz nicht: "Wir brauchen uns nicht mehr um die Aufstiegsaspiranten zu kümmern und müssen auf die Ergebnisse der unteren Tabellenhälfte schauen. Nach jedem Spiel fragen die Jungs, wie die Mannschaften an der Tabellenspitze gespielt haben. Das entspricht nicht der Realität. Ich betrachte die laufende Saison als Übergangsjahr, will dann aber so schnell wie möglich wieder nach oben raus aus dieser grottenschlechten Liga."
Zur Umsetzung dieses Plans ist es dem Vereinschef schon gelungen, mit Jan Hertrich, der nach der kurzen Zeit in Bruchköbel bereits wieder an der Aschaffenburger Straße mittrainiert, einen erfahrenen Spieler zurück zu gewinnen: "Ab der Winterpause bis ins Frühjahr rein werden wir den Kader noch einmal aussortieren und drei bis vier erfahrene Offensivkräfte holen. Ziel ist dann der Aufstieg in der nächsten Saison", macht Kittler eine unmissverständliche Ansage.


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