SVS untermauert Machtverhältnisse eindrucksvoll
Verbandsliga: Steinbach nun acht Punkte vorn
Michael Wiegand (weißes Trikot) triumphierte vollkommen verdient über Samet Degermencis Bad Soden. Foto: Charlie Rolff
Schon vom Anpfiff weg zeigte Steinbach, auf was sich die Kurstädter gefasst machen müssen:Extremes Pressing am gegnerischen Sechzehner, rasend schnelles Umschaltspiel in beide Richtung und den unbedingten Willen, das Polster von fünf Punkten nicht nur verwalten zu wollen. Scheiterte Julian Rohde nach drei Minuten noch, fiel der Führungstreffer zehn Minuten später fast zwangsläufig, allerdings unter gütiger Mithilfe des Sodener Keepers Arturo Gonzalez Garcia, der sich eine Rohde-Ecke selbst reinlegte. Beide waren auch am letztlich vorentscheidenden 2:0 mit dem Pausenpfiff beteiligt. Rohdes Freistoß machten Florian Münkel und Gonzalez Garcia scharf, Petr Kvaca hatte keine Mühe.
Vorwürfe durch Trainer Sead Mehic musste sich der Schlussmann nicht gefallen lassen, der hätte viel lieber eine bessere Reaktion vom Rest des Teams gesehen:„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren.“ Zu passiv sei seine Elf gewesen, dazu viel zu unpräzise im Spiel nach vorne. Die Stürmer Tim Mulfinger und Niklas Dietz hingen völlig in der Luft, die Zentrale um Samet Degermenci und Sven Hassler zeigte sich zwar körperlich präsent, ließ sich von Rohde, Michael Wiegand und Petr Paliatka dennoch den Schneid abkaufen.
Hassler war es, der hätte ausgleichen können, allerdings nach toller Vorarbeit Degermencis nur den Pfosten traf (39.). Ansonsten präsentierte sich Steinbach in der Defensive kompakt und extrem sattelfest. Alex Terentews Einsatz, der eine Bauchentscheidung von Trainer Karl-Josef Müller geschuldet war, zahlte sich voll aus. Kapitän Steffen Trabert und Linksverteidiger Heiko Petrasch waren sogar noch besser.
„Gar keinen“, wollte Müller rausheben, der mit seinem Team vollauf zufrieden war:„Die ersten 75 Minuten waren schon eindrucksvoll. Dass wir Bad Soden so dominieren können, hätte ich nicht für möglich gehalten.“ Nach Münkels 3:0 – Kvaca hieß der Wegbereiter – hätte es auch noch deutlicher werden können. Gonzalez Garcia zeigte allerdings zweimal gegen Paliatka, dass er doch ein guter Torwart ist. Gegen Kvacas Freistoß, der aus 18 Metern genau in den Knick traf, war er in der Nachspielzeit machtlos. Bei Paulowitschs Ehrentreffer sah SVS-Keeper Marco Motzkus nicht gut aus.
Steinbach: Motzkus – Bott (74. F. Wiegand), Terentew, Trabert, Petrasch – Paliatka, M. Wiegand – van Leeuwen (63. Schleinig), Rohde (86. Müller), Kvaca – Münkel.
Bad Soden: Gonzalez Garcia – Harmancioglu (46. Noori), Kress, A. Albayrak, Scheller – Paulowitsch, Hassler, Degermenci, Zuchowski (74. Keim) – Dietz, Mulfinger (53. Kutlu).
Schiedsrichter: Pascal Loschke (Eintracht Baunatal). Zuschauer: 750. Tore: 1:0 Arturo Gonzalez Garcia (13., Eigentor), 2:0 Petr Kvaca (45.+1), 3:0 Florian Münkel (61.), 3:1 Kevin Paulowitsch (65.), 4:1 Petr Kvaca (90.+3). Rote Karte: Kevin Paulowitsch (Bad Soden) wegen Notbremse (90.+2).

