Tag zum Vergessen: 0:2 und zwei Platzverweise – Fotos

Verbandsliga: RSV verliert erstmals

16. August 2017, 20:35 Uhr

Adrian von Pazatka (links) musste früh runter, weil er mit Cristian Vidal Gadea zusammengekracht war. Foto: Kevin Kremer

Erste Niederlage für den RSV Petersberg in der noch jungen Verbandsliga-Saison: Gegen die SV 07 Eschwege setzte es letztlich eine verdiente 0:2 (0:2)-Heimniederlage.

Beim RSV Petersberg rückte fast wie erwartet Adrian von Pazatka wieder in die Startelf, der den Kurzurlauber Julian Elm ersetzte. Das hatte zur Folge, dass Marcel Zehner für Elm zurück in die Viererkette rutschte. Eschwege musste hingegen neben den verletzten Danny Göhler und David Dreyer auch auf den letztmalig rotgesperrten Spielmacher Jan Kaufmann verzichten; der kurzfristige Neuzugang Oscar Sanchez Gorris musste zunächst auf die Bank.

Doch auch ohne Kaufmann, für den Patryk Nouri in der Schaltzentrale auflief, knüpfte Eschwege an die starke Leistung in Hünfeld (2:3-Niederlage) an, gerade die Doppelsechs um Kapitän Alexander Bazzone und den Ex-Fliedener Simon Huhn waren dem RSV fast immer einen Schritt voraus – und auch die Viererkette stand bombensicher, sodass Petersberg außer einer Aktion über Tim Stenger keine Torchance vor der Pause zu verzeichnen hatte.

Gebrauchter Tag

Dass bei Petersberg diesmal der Wurm drin ist, wurde schnell deutlich: Am Platz war wenig Stimmung, am lautesten war noch Coach Rolf Gollin von draußen. Dass Adrian von Pazatka nach einem Zusammenprall mit Cristian Vidal Gadea schon nach knapp 30 Minuten wegen einer Platzwunde vom Feld ins Krankenhaus musste, passte ins Bild. Und das 0:1 ebenso, als Keeper Christian Beikirch bei einer Ecke zwar energisch rausstürmte, aber den Ball nur leicht touchierte, stattdessen mit dem eingewechselten Kubilay Kücükler zusammenkrachte und Bazzone das Leder gefühlvoll ins leere Tor heben durfte (34.). Schnell bot Petersberg mehr Räume an und Eschwege nutzte diese eiskalt zum vorentscheidenden 0:2 aus, als Eser Kazak eine herrliche Kombination über Patryk Nouri und Marius Jung abschloss (41.)

Und auch Halbzeit zwei lief alles andere als wünschenswert: Zwar kam Petersberg besser aus der Pause und hätte ganz schnell durch Stengers Kunstschuss, der knapp am langen Pfosten vorbeiging, den Anschluss herstellen können (48.), doch in der Folge fehlte bei vielen Ballbesitzanteilen schlussendlich die Durchschlagskraft. Die 140 Zuschauer warteten umsonst auf eine Aufholjagd, die zehn aus Eschwege mitgereisten Fans verlebten einen ganz entspannten Abend. Und in der Schlussphase gingen Kücükler dann auch noch die Gäule durch, weil er gegen Vidal Gadea an der Außenlinie nachtrat und folgerichtig die Rote Karte sah (80.). Und wenn man glaubt, es könne nicht mehr schlimmer gehen, handelte sich Marc Aschenbrücker auch noch Gelb-Rot mit dem Abpfiff ein – weil er das zweite Mal seinen Mund nicht halten konnte. Die Voraussetzungen für das Heimspiel am Sonntag gegen Schwalmstadt könnten besser sein.

Die Statistik:

Petersberg: Beikirch – Zehner, M. Aschenbrücker, Brzoza, Vogt – Wehner (69. Grösch), Wingenfeld (83. Reinhard) – von Pazatka (28. Kücükler), Nüchter, Stenger – B. Aschenbrücker.
Eschwege: Krengel – Montag, Gadea Baringo, Gogol, Vidal Gadea – Bazzone, Huhn – Kazak, Nouri (81. Hanna), Jung (88. Stach) – Tadeis Gambetta.

Schiedsrichter: Pascal Loschke (SG Ahnatal).
Zuschauer: 130.
Tore: 0:1 Alexander Bazzone (34.), 0:2 Eser Kazak (41.).
Rote Karte: Kubilay Kücükler (Petersberg) wegen Nachtretens (80.).
Gelb-Rote Karte: Marc Aschenbrücker (90.+2, Petersberg).

Autor: Johannes Götze

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