Topitsch: "Es wird gegen Somborn kein Selbstläufer"

Gruppenliga Frankfurt Ost: Humbert gegen die "alte Liebe"

27. Oktober 2017, 12:00 Uhr

Während Michael Völke (links) mit Marköbel Schlusslicht Somborn empfängt, reist Shoichi Nishida Mit der Rosenhöhe zum Topspiel zur JSK Rodgau. Foto: Steffen Turban

Die Spitzengruppe der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost rückt näher zusammen. Erlensee auf Platz eins trennen nur zwei Punkte vom JSK Rodgau auf Platz fünf. Die Rodgauer treffen am Sonntag (15 Uhr) zum Spitzenspiel auf die SG Rosenhöhe auf Rang drei. Auch unten ist es eng: Obertshausen trifft im Kellerduell auf den wiedererstarkten FSV Bad Orb. Den Anfang machen jedoch zunächst einmal die Sportfreunde Seligenstadt, die bereits am Samstag (16 Uhr) den 1. FC Langen empfangen.

Sportfreunde Seligenstadt – 1. FC Langen (Samstag, 16 Uhr)

Der Zehnte spielt gegen den Elften. Die Sportfreunde haben drei Punkte mehr gesammelt als Aufsteiger Langen, sollte diese Partie also nicht verlieren. Dabei geht s nach wie vor auch um den Vorsprung zu den rot markierten Plätzen, die sich Abstiegsränge nennen. Bislang besteht dieser aus fünf Punkten, bei Langen dementsprechend zwei. Langen musste sich zuletzt mit 1:5 der Rosenhöhe geschlagen geben, Seligenstadt verlor 2:3 in Oberndorf.

JSK Rodgau – SG Rosenhöhe Offenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Vergangene Saison wäre es aufgrund der ständigen Abstiegssorgen der Rosenhöhe noch eine klare Angelegenheit gewesen, doch in der aktuellen Runde kann man von einem Spitzenspiel sprechen. Die Rosenhöhe hat bereit 30 Punkte gesammelt, steht demzufolge auf dem dritten Platz und strotzt vor Selbstvertrauen. Nur knapp dahinter sind die Rodgauer positioniert. Das Team von Trainer Andreas Humbert ist Fünfter und hat nur einen Punkt weniger auf dem Konto. Für Humbert selbst ist es eine besondere Partie, war er doch über 20 Jahre für die Offenbacher als Trainer aktiv. "Man kennt natürlich viele Gesichter, aber im Spiel wollen wir zuhause die drei Punkte holen“, so der Coach. Personell könnte es besser aussehen für den JSK: Nico Klein fällt sicher aus, hinter Maikel Mesquita steht noch ein Fragezeichen.

SG Marköbel – SV Somborn (Sonntag, 15 Uhr)

Marköbel befindet sich im Formhoch. Von den vergangenen vier Spielen konnte die SGM drei gewinnen, darunter auch das 4:3 im Pokal gegen Türk Gücü Hanau. Zuletzt trotzte man dem JSK Rodgau zuhause beim 0:0 einen Punkt ab. Zwar belegt Marköbel noch immer einen Abstiegsplatz, mit aktuell 14 Punkten und einem durchaus möglichen Dreier gegen Schlusslicht Somborn, könnte man sogar die Abstiegsränge verlassen. "Wir wollen unsere Form der letzten Spiele bestätigen und weiter Punkte für den Klassenerhalt sammeln“, so SGM-Sprecher Luca Topitsch, der aber anmerkt: "trotz der Tabellensituation wird es gegen Somborn aber kein Selbstläufer. Vor allem gegen direkte Konkurrenten würden drei Punkte aber besonders gut tun.

FSV Bad Orb – Kickers Obertshausen (Sonntag, 15 Uhr)

Im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel in Bad Orb konnte der FSV beim 4:0 gegen Somborn seinen ersten Sieg verbuchen und schöpft neue Hoffnung. Doch auch die Kickers sind besser drauf als zuletzt, konnten gegen Dietzenbach vergangene Woche 2:0 gewinnen und haben nun ein Ziel: "Nach Bad Orb haben wir drei Heimspiele. Deshalb wollen wir den Sieg gegen Dietzenbach vergolden, um dann in diese Serie zu starten“, erklärt Obertshausens erster Vorsitzender Siggi Herth. Die Kickers stehen mit 14 Punkten auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, haben also die Chance, ans untere Mittelfeld der Tabelle anzuschließen.

FC Dietzenbach – Türk Gücü Hanau (Sonntag, 15 Uhr)

Hanau will sich nach dem überraschenden Unentschieden gegen Bischofsheim (4:4) sicherlich rehabilitieren. Die Hanauer, die beinahe die gesamte bisherige Spielzeit auf dem ersten Platz standen, sind nun Vierter, zwei Punkte hinter Erlensee auf Rang eins. Nun geht es gegen ein weiteres Kellerkind: Dietzenbach ist 15., verlor vergangenes Wochenende gegen Kickers Obertshausen mit 0:2.

FSV Bischofsheim – Germania Klein-Krotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)

Klein Krotzenburg startete gut in die Saison, gehörte lange dem oberen Tabellendrittel an. Mittlerweile ist die Germania Neunter, hat 20 Punkte gesammelt und verlor am vergangenen Wochenende das Derby gegen Großkrotzenburg mit 2:3. Bischofsheim kämpfte sich nach schlechtem Saisonstart ein wenig aus dem Keller, steht aktuell mit 15 Punkten Platz zwölf, dem ersten Nichtabtiegsplatz.

Germania Großkrotzenburg – SV Eintracht Altwiedermus (Sonntag, 15 Uhr)

Großkrotzenburg gehört seit Saisonbeginn zur Spitzengruppe der Liga. Mit 30 Punkten steht der Verbandsliga-Absteiger momentan auf dem zweiten Platz, einen Zähler hinter Tabellenführer Erlensee. Aufsteiger Altwiedermus ist Siebter, gewann zuletzt im direkten Duell gegen Steinheim (3:1) und könnte mit aktuell 26 Punkten bei einem Sieg ebenfalls zu den Top-5 aufschließen.

SVG Steinheim – FC Hochstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Aufsteiger Steinheim hat sich im Tabellenmittelfeld festgesetzt, steht mit 25 Punkten auf dem achten Platz, verlor aber zuletzt 1:3 bei Tabellennachbar Altwiedermus. Hochstadt steht im mit elf Punkten im Keller auf dem 16. Platz, musste sich am Wochenende Tabellenführer Erlensee mit 1:5 geschlagen geben.

1. FC 06 Erlensee – VFB Oberndorf (Sonntag, 15 Uhr)

Während Spitzenreiter Erlensee Hochstadt mit 5:1 abfertigte, ließen die direkten Konkurrenten Rodgau und Hanau Punkte liegen. Gegen Mitaufsteiger Oberndorf, die 3:2 gegen die Sportfreunde Seligenstadt siegten und auf dem sechsten Platz stehen, kann Erlensee den ersten Platz verteidigen. Oberndorf dagegen hätte die Möglichkeit, bei einem Sieg zur Spitzengruppe aufzuschließen.

Autor: Valentin Schwing

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