TSV stoppt furios startendes Bad Soden

Verbandsliga: Gaul und Hassler treffen

23. September 2015, 20:40 Uhr

Marco Lohsse. Foto: Max Lesser

Mit der Punkteteilung im Verbandsliga-Derby waren nachher beide Seiten zufrieden. Sowohl die zu Anfang bestimmenden Gäste aus Bad Soden, als auch Lehnerz II, das in der Endphase näher am Sieg war.

Das 1:1 (1:1)-Endergebnis war schon in der Halbzeit in Stein gemeißelt, weil das Spiel nach der Pause zwar komplett offen war, beide Teams die drei Punkte wollten, aber echte Hochkaräter vor den Toren absolute Seltenheit hatten. Die besten Annäherungsversuche unternahmen noch die Lehnerzer Maximilian Balzer (53.) und David Wollny (78.), fanden ihren Meister jedoch in Sodens Schlussmann Arturo Gonzalez Garcia. Auf der Gegenseite hatte Samet Degermenci Pech, dass sein abgefälschter Schuss auf statt im Tor landete (55.).

Marco Lohsse war in seiner Einschätzung deswegen auch zwiegespalten: „Nach der Pause hatten wir die besseren Chancen, aber was Bad Soden in der ersten Viertelstunde gespielt hat, war überragend. Deswegen bin ich mit dem Punkt absolut zufrieden.“

Der TSV-Coach musste in dieser Phase mit ansehen, wie Soden an die 90 Prozent Ballbesitz hatten, dabei behaarlich auf die sich ergebende Lücke warteten und diese auch drei-, viermal fanden. Erstmals nach drei Minuten, als Christoph Grösch klasse gegen Sven Hassler hielt. Ein zweites Mal nur fünf Minuten später – und da klingelte es auch schon. Tarik Özyer eroberte gegen Jan-Niklas Jordan klasse den Ball, spielte steil auf Tim Mulfinger, der per Kopf auf den blank stehenden Torschützen Hassler ablegen konnte. Mulfinger selbst verzog nach 17 Minuten noch einmal knapp, das war es dann aber auch gewesen mit Sodens Dominanz.

Lehnerz stand fortan mit der gesamten Mannschaft höher, störte früher und versuchte selbst mehr die Initiative zu übernehmen. Paul Hohmanns (25.) und Marek Webers (33.) Schüsse wurden noch geblockt, gegen Luca Gauls Ausgleichstreffer war Gonzalez Garcia dann ohne Chance. Hohmann führte eine Ecke kurz auf Jordan aus, der konnte vollkommen unbedrängt Gaul an der anderen Sechzehnerkante bedienen. Von da aus zog der Innenverteidiger trocken ins lange Eck ab (44.).

„Schade, dass wir nach einer Ecke kurz vor der Pause das Spiel aus der Hand geben. Da hat die Zuordnung gefehlt“, konstatierte Soden-Coach Sead Mehic. Bemängeln musste der Ex-Offenbacher ebenfalls die Tatsache, dass sein Team nach der ersten Viertelstunde nicht mehr so dominant gewesen sei. Für die zweite Halbzeit, als das immer faire Spiel richtig Fahrt aufnahm, hatte Mehic dann Verständnis, schließlich sei es vor der Pause das eigene Spiel extrem kraftraubend gewesen. „Deswegen geht das Remis auch in Ordnung.“ Gespielt wurde kurzfristig auf dem Kunstrasen, was dem ohnehin guten Spiel gut tat.

Lehnerz: Grösch – Say, Gaul, Pecks, Weldetnsae – Tekleyes, Balzer – Jordan, Hohmann, Wollny – Weber (87. Sternstein).
Bad Soden: Gonzalez Garcia – Harmancioglu (49. Sieniawski), Döhring, Kress, Özyer – A. Albayrak, Moaremoglu – Degermenci (86. Zuchowski), Hassler, Scheller – Mulfinger (72. Kutlu).
Schiedsrichter: Carsten Dücker (TSG Mackenzell). Zuschauer: 60. Tore: 0:1 Sven Hassler (8.), 1:1 Luca Gaul (44.).

Autor: Johannes Götze

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