Türk Gücü Hanau ist unaufhaltbar
Gruppenliga Frankfurt Ost: Rodgau kassiert spät den Gegentreffer
Sowohl Oberndorfs Matthias Stoppel (links; 2:4 gegen Hanau) als auch Somborns Nico Laubach (bereits am Freitagabend mit 0:4 gegen die Rosenhöhe) verloren mit ihrer Mannschaft. Foto: Steffen Turban
JSK Rodgau – SV Eintracht Altwiedermus 0:1 (0:0)
Ein "klassisches 0:0-Spiel", sah Rodgau-Trainer Andreas Humbert. Nur war das Ergebnis am Ende ein anderes. Kurz vor dem Ende erzielte Eintracht-Akteur Kevin Lehr das Tor des Tages für die Gäste. "Das ist sehr ärgerlich und unglücklich", so Humbert und weiter: "Beide Teams hätten mit einem Unentschieden zufrieden sein können. Nur fiel das Tor so spät, da konnten wir nicht mehr reagieren." Beide Mannschaften hatten im Spielverlauf die eine oder andere gute Chance, wirklich Zwingendes sprang dabei aber bis zur Schlussphase nicht heraus.
Schiedsrichter: Kevin Steinmann.
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Kevin Lehr (90.).
VFB Oberndorf – Türk Gücü Hanau 2:4 (1:1)
Auch der furios gestartete Aufsteiger Oberndorf kann mit Türk Gücü Hanau aktuell nicht mithalten. Die Hanauer schwimmen mit dem achten Pflichtspielsieg in Folge – sechs in der Liga und zwei im Hessenpokal – weiter auf der Erfolgswelle. "Es läuft einfach", freute sich Türk Gücü-Sprecher Alim Katilmis, der das Erfolgsrezept erklärt: "Wir haben eine tolle Mannschaft, jeder steuert etwas bei. Man verliert zu keinem Zeitpunkt das Vertrauen." Auch die Partie in Oberndorf dominierten die Hanauer abgesehen von einer Drangphase der Heimelf nach der Pause, in der der VFB sogar zwischenzeitlich in Führung ging. Am Ende bleibt Hanau weiter an der Tabellenspitze, Oberndorf ist Zweiter mit fünf Punkten Rückstand.
Schiedsrichter: Lars-Hendrik Köpsel.
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Alessandro Fröb (21.), 1:1 Sebastian Jessl (25.), 2:1 Kai Helmchen (60.), 2:2 und 2:3 Volkan Sungun (66., 85.), 2:4 Matthias Stoppel (87., Eigentor).
FC Hochstadt – Germania Klein-Krotzenburg 0:1 (0:0)
Klein-Krotzenburg beißt sich in der Spitzengruppe fest. Der Sieg in Hochstadt bedeutet nach sechs Spieltagen Platz vier. Damit ist die Germania noch punktgleich mit der SG Rosenhöhe und dem VFB Oberndorf (alle 13 Punkte) auf den Plätzen drei und zwei. In Hochstadt war es Filippo Serra, der mit seinem entscheidenden Tor in der 79. Minute die drei Punkte in den Koffer steckte. Hochstadt hängt damit weiter im Tabellenkeller fest. Der FC steht auf dem 15. Platz und hat bislang magere vier Punkte gesammelt.
Schiedsrichter: Abdulkadir Ova.
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Filippo Serra (79.).
Germania Großkrotzenburg – FSV Bischofsheim 3:1 (1:1)
Großkrotzenburg klettert durch den Sieg auf Tabellenplatz fünf, vorbei an Steinheim. Bischofsheim verliert erneut und steckt tief im Tabellenkellerfest, ist mit einem Punkt Vorletzter vor Bad Orb. "Heute haben wir lange gegen tiefstehende Bischofsheimer gekämpft. Es war ein Arbeitssieg", berichtet Germania-Pressesprecher Gerald Trageser. Philipp Blam brachte die Gastgeber früh in Führung (9.). Diese konnte der FSV zwar zunächst noch in Person von Iroy Zund ausgleichen (40.), nach der Halbzeit machte der Verbandsliga-Absteiger aus Großkrotzenburg aber alles klar. Felix Wissel (72.) und Dennis Kalb (89.) stellten das Endergebnis her. Kurz nach dem Seitenwechsel hatte FSV-Kapitän Haris Sejdovic nach einer Tätlichkeit die rote Karte gesehen.
Schiedsrichter: Maurits Weigand.
Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Philipp Blam (9.), 1:1 Iroy Zund (40.), 2:1 Felix Wissel (72.), 3:1 Dennis Kalb (89.).
Besonderes Vorkommnis: Haris Sejdovic sieht nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (48./ Bischofsheim).
SVG Steinheim – FC Dietzenbach 1:1 (0:1)
In der Begegnung zwischen dem SVG Steinheim und dem FC Dietzenbach wurden die Punkte am Schluss geteilt. "Das war gar nicht schön anzusehen. Beide Mannschaften waren schlecht", wusste SVG-Sprecher Bernd Hartmann die Partie gegen den FC einzuordnen und bemerkte: "Dementsprechend ist es auch ein gerechtes Ergebnis, mit dem beide leben können." Jannis Wagner brachte die Gäste zunächst in Führung (25.), ehe Fouad Brighache noch vor der Halbzeit ausglich (40.). So steht Steinheim auf Platz sechs, hat zehn Punkte auf dem Konto, Dietzenbach ist weiter unten zu finden. Die Offenbacher belegen Rang zwölf mit sieben Zählern.
Schiedsrichter: Rene Filges.
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Jannis Wagner (25.), 1:1 Fouad Brighache (40.).
1. FC 06 Erlensee – FSV Bad Orb 6:1 (4:0)
Der Kantersieg hilft Erlensee, den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle zu halten. Bereits zur Halbzeit führten die Gastgeber mit 4:0 gegen Bad Orb, das weiterhin Letzter ist und bislang insgesamt lediglich drei Tore erzielte, aber auch ein Spiel weniger absolviert hat, als die Konkurrenz.
Schiedsrichter: Martin Maienschein.
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Torben Becker (9.), 2:0 Julian Braun (27.), 3:0 Marcel Mohn (34.), 4:0 Alexander Schunck (45.), 5:0 Julian Braun (51.), 6:0 Robin Willy Münk (62., Elfmeter), 6:1 Yusuf Yigit (65.).
Sportfreunde Seligenstadt – SG Marköbel 0:2 (0:0)
Die Sportfreunde haben ihren Rhythmus noch nicht gefunden. Dafür konnte Marköbel nach Abpfiff zufrieden sein. "Aufgrund der starken zweiten Hälfte geht der Sieg für uns in Ordnung", resümierte Marköbels Pressesprecher Luca Topitsch. Der erste Durchgang verlief ausgeglichen, erst nach dem Seitenwechsel wurden die SG stärker. "Da haben wir es einfach clever gemacht", so Topitsch. Innerhalb von ungefähr zehn Minuten besorgten Michel Völke (48.) und Daniel Schabet (59.) die Führung. Etwas später hätte eine Situation beinahe die Wende bedeutet. Marköbel ließ einen Angriff über Schabet zu uneigennützig verpuffen, sodass Seligenstadt einen gefährlichen Konter fuhr. Jannik Pfister scheiterte aber am glänzenden SGM-Torwart Felix Sticher. "Geht der Ball rein, wird das Ganze nochmal gefährlich", gibt Topitsch zu. Am Ende steht der Auswärtssieg für Marköbel, die nun mit sechs Punkten aus sechs Spielen auf Rang 13 stehen. Die Sportfreunde hingegen finden sich mit einem Sieg und einem Unentschieden sowie drei Niederlagen im Tabellenkeller wieder.
Schiedsrichter: Timo Rausch.
Zuschauer: 85.
Tore: 0:1 Michel Völke (48.), 0:2 Daniel Schabet (59.).
Autor: Valentin Schwing

