Türk Gücü im Hanauer Derby beim Spitzenreiter gefordert

Gruppenliga Frankfurt Ost: Defensiv-Herausforderung für Klein-Krotzenburg gegen Hochstadt

17. März 2017, 16:45 Uhr

Metin Oymak vom FC Hochstadt führt die Torjägerliste mit 30 Toren an. Foto: Patrick Scheiber.

Gleich zwei Derbys bringt der neue Spieltag der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost. Am Sonntag (15 Uhr) treten unter anderem Spitzenreiter Hanauer FC gegen Türk Gücü Hanau an. Außerdem empfängt die Rosenhöhe im Offenbacher Kreis-Derby den FC Dietzenbach. Unterdessen schickt sich Germania Klein-Krotzenburg an, im Duell gegen Hochstadt einen weiteren Schritt in Richtung ihres 45-Punkte-Ziels zu gehen.

FSV Bischofsheim – VFR Kesselstadt (15 Uhr)

Nachdem sich Schlusslicht Kesselstadt unter der Woche zusammengesetzt und nicht nur die Niederlage gegen Hochstadt (1:27) abgehakt, sondern auch klargestellt hat, die Saison zu Ende spielen zu wollen, steht nun die Partie in Bischofsheim an. VFR-Trainer Kenan Kocak bezeichnet den Tabellenvierten als „harte Nuss“. Auf dem Papier scheint das Ergebnis eindeutig. „Jeder erwartet von uns ein klares Ergebnis“, weiß auch FSV-Sprecher Klaus Pawlytko. Gut für die Gastgeber sei, dass nach anstrengenden 14 Tagen mit Spielen unter der Woche nun die Kräfte wieder voll da sind. Ein Sieg würde den Bischofsheimern, bei passenden Ergebnissen der Konkurrenz, den Sprung auf Rang zwei ermöglichen. Doch Kesselstadt möchte, was den Ausgang der Partie angeht, sicherlich auch ein Wörtchen mitreden.

Hanauer FC – Türk Gücü Hanau (15 Uhr)

Ein Hanauer Stadt-Derby steht an! Giovanni Fallacara, Sportlicher Leiter des Gastgebers und Spitzenreiter, spricht dem Spiel trotz klarer Tabellensituation nicht die Brisanz ab: „Das wird sicherlich ein Derby mit Charakter.“ Was die Zuschauerzahlen angeht, erhofft er sich einiges: „Das schwankt manchmal etwas, aber ich wünsche mir schon 300 oder 400 Zuschauer.“ Spielerisch ordnet Fallacara den Gegner stärker ein als Pfaffenhausen, gegen die man zuletzt 3:0 gewinnen konnte. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit, trifft doch der Erste auf den Elften, der sich noch lange nicht aller Abstiegssorgen entledigt hat. „Aber wir haben alle schon Pferde kotzen sehen“, weiß Fallacara, dass kein Duell bereits im Vorfeld gewonnen wird.

JSK Rodgau – SV Pfaffenhausen (15 Uhr)

Gegen Abstiegskandidat Pfaffenhausen ist die Marschroute für die Rodgauer klar. „Wir planen diese drei Punkte ein. Wenn wir in solchen Spielen Punkte liegen lassen, verlieren wir unsere Ziele aus den Augen. Nichtsdestotrotz können sie sehr unangenehm sein“, erklärt Andreas Humbert. Pfaffenhausen komme, laut dem JSK-Trainer, nach „über das Kollektiv, weniger über die Qualität einzelner Spieler“. Am vergangenen Wochenende konnten die sein junges Team zwar mit der Nullnummer in Somborn wieder auf Platz zwei klettern, auf den ersten Sieg nach der Winterpause warten die Kicker aus Jügesheim bislang jedoch vergeblich. Das soll sich nun ändern.

KV Mühlheim – SV Somborn (15 Uhr)

Nur einen Punkt trennen die Mühlheimer auf Platz 14 vom kommenden Gegner aus Somborn, die Rang 12 belegen. „Ihre Leistungen seit der Winterpause sprechen für sich“, ist Mühlheims Sprecher Michael Michalke die steigende Formkurve der Kicker aus dem Main-Kinzig-Kreis nicht entgangen. Aus den drei Ligaspielen im neuen Jahr holten sie fünf Punkte, besiegten sogar Spitzenreiter Hanauer FC. „Wir sind verhalten optimistisch und versuchen, ein Spiel auf Augenhöhe zu gestalten“, so Michalke. Auch Mühlheim setzte zuletzt ein Ausrufezeichen und trotzte Kickers Obertshausen ein 2:2 ab. Ein Spiel, das man auch hätte gewinnen können, erklärt Michalke und kündigt die „vermeintlich stärkste Aufstellung“ am kommenden Wochenende an.

Germania Klein-Krotzenburg – FC Hochstadt (15 Uhr)

Hochstadt hat sich am vergangenen Wochenende ohne Frage warmgeschossen (27:1 gegen Kesselstadt). „Sonderlich aussagekräftig ist dieses Ergebnis aber nicht“, findet Klein-Krotzenburgs Trainer Wolfgang Kaufmann, der nun eine spannende Partie erwartet. „Für uns wird es vor allem defensiv eine Herausforderung“, verweist er auf das Offensivgespann der Gäste um Jürgen Bufi oder Metin Oymak, weiß aber ebenso: „In den vergangenen Spielen haben wir es auch geschafft viele Tore zu schießen.“ Krotzenburg liegt als Siebter mit 35 Punkten fünf Zähler hinter Hochstadt, die aktuell Rang fünf belegen. Kaufmanns Blick geht in der Tabelle eher nach unten: „Vermutlich braucht man mindestens 45 Punkte, um sicher nicht abzusteigen. Das müssen wir erstmal erreichen.“ Ein Etappenziel, für das sein Team noch zehn Zähler sammeln muss: „Mit Hochstadt kommt nun der erste Brocken, aber wir haben mit den Teams, die oben stehen, noch viele vor uns.“

SG Rosenhöhe Offenbach – FC Dietzenbach (15 Uhr)

Im Offenbacher Kreis-Derby will die Rosenhöhe weiter kräftig Punkte sammeln, um den Vorsprung auf die Abstiegsplätze zu vergrößern. Momentan stehen die Gastgeber mit 29 Punkten auf Platz acht, sechs Punkte vor dem ersten Abstiegsrang. Diesen nimmt aktuell der kommende Gegner ein. Doch wie so oft täuscht die Tabellensituation über die eigentliche Stärke hinweg, schließlich ist Dietzenbach Vizemeister. „Das wird sicher kein einfaches Spiel“, weiß SGR-Sprecher Tim Kleinschmidt. Abgesehen von Berkay Harmanci, der nach langer Verletzungspause wieder ins Training eingestiegen ist, sind auf Seiten des Heimteams alle Mann an Bord.

SG Marköbel – Sportfreunde Seligenstadt II (15 Uhr)

Beide Teams konnten seit der Winterpause noch nicht gewinnen, beide stehen direkt nebeneinander in der Tabelle. Seligenstadt liegt noch einen Punkt vor Marköbel. „So langsam stehen wir unter Zugzwang“, weiß Marköbels Luca Topitsch um die Notwendigkeit, Punkte zu sammeln. Nachdem das am Wochenende gastgebende Team zuletzt gegen Verfolger Türk Gücü Hanau verlor, muss nun Boden gutgemacht werden. Optimistisch stimmt das Hinspiel, das Marköbel auf fremdem Platz mit 1:0 für sich entscheiden konnte. „Jetzt spielen wir zuhause, wollen unser eigenes Spiel machen. Dann sollen die drei Punkte bei uns im Ortsmittelpunkt bleiben“, ist Topitsch zuversichtlich.

Autor: Valentin Schwing

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