Vatanspor für Hoffmann-Elf der Störenfried
Verbandsliga Süd: Teilpatzer im Titelrennen
Spvgg. Neu-Isenburg - TSV Vatanspor Bad Homburg 2:2 (2:0)
Für Neu-Isenburg ging es richtig gut los, nachdem sich beide Mannschaften in der ersten Viertelstunde beschnupperten und eher gegenseitig abtasteten. Der Dauerregen hatte den Platz richtig schnell gemacht, und schnell lief auch die Vorwärtsbewegung des Gastgebers: Von rechts setzte sich Patrick Albert durch und passte in die Mitte, wo Torjäger Aljoscha Atzberger goldrichtig stand und seinen 18. Saisontreffer markierte. Vier Minuten später war es Johannes Günther, der auf 2:0 erhöhte: "Bis dahin haben wir völlig befreit aufgespielt und hatten einen freien Kopf", so Günther. Das änderte sich aber schleichend und machte sich spätestens gegen Ende der ersten Halbzeit bemerkbar, denn da ließ Vatanspor erstmals sein Können mehrfach aufblitzen.
Erst wurde Top-Torjäger Ibrahim Cigdem im letzten Moment von Patrick Hartmann einkopfbereit gestört, dann traf Dawid Polotzek aus 25 Metern die Oberkantenlatte , ehe er eine Minute später nach einer Ecke völlig freistehend über die Latte köpfte (41.). In der Summe hatten sich die Gäste somit sogar ein Gleichgewicht an Chancen erarbeitet, und weil sie gegen Ende der Saison im Tabellen-Niemandsland angekommen sind, war die heutige Vorstellung mehr als beachtlich: "Unter meiner Regie wird immer Gas gegeben. Ab der 30. Minute waren wir da und ich bin sehr stolz auf meine Jungs", stellte Sportmanager Hüseyin Güven seiner Mannschaft ein gutes Zeugnis aus.
Beine wurden immer schwerer
Die Belohnung für die Mühen der Gäste erfolgte im ersten Schritt durch den Anschlusstreffer von Andrè Stoß, als die Hoffmann-Defensiv-Truppe schon etwas indisponiert wirkte. Und als Neu-Isenburgs Beine immer schwerer zu werden schienen, glich Pascal Schleiffer zum 2:2-Unentschieden aus (78.). "Wir haben viele junge Spieler im Sturm und in der Abwehr. Irgenwann hat sich mehr und mehr im Kopf abgespielt. Das Spiel müssen wir schnell aus dem Kopf kriegen, weil wir es immernoch schaffen können. Es sind noch sechs Punke zu vergeben, die Mannschaft ist geschlossen der Meinung, dass wir aufsteigen wollen, zur Not über die Relegation", gab sich Günther kämpferisch.
Erst danach schienen sich die Hugenottenstädter wieder an ihre Fähigkeiten zu besinnen. Sie versuchten wieder wie im ersten Durchgang mit schnell vorgetragenen Kontern und Atzberger ihr Glück - dafür war es aber schon etwas spät: Ein Drehschuss von Marc Züge und nochmal Atzberger, der schon Torwart Kai Klug umkurvt hatte, der Winkel aber dann zu spitz wurde, hätten es noch bringen können. "Für unsere Verhältnisse haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Hochachtung vor der Laufbereitschaft meiner Elf. Der Punkt ist verdient, vielleicht hätte es aber doch noch 3:2 gegen uns ausgehen können", sagte Güven, der verspricht, dass sich "meine Mannschaft auch in den beiden letzten Spielen mächtig reinknien wird."
Die Statistik:
Spvgg. Neu-Isenburg: Kacarevic; Hartmann, Nedwied (79. Züge), Betz, Bickel, Weiland (74. Buschmann), Günther, Atzberger, Horn (59. Marx), Albert, Sachs - Trainer: Peter Hoffmann.
TSV Vatanspor Bad Homburg: Klug; Kulick, Sanieoglu (63. Celikci), Schleiffer, Schiffmann, Stoss, Cigdem, Krieg (81. Dragut), Ujma, Polotzek, Bektas (76. Paci) - Trainer: Hüseyin Güven.
Schiedsrichter: Joschka Pfeifer (Rimbach).
Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Aljoscha Atzberger (17.), 2:0 Johannes Günther (21.), 2:1 André Stoß (57.), 2:2 Pascal Schleiffer (78.).

