Wer ist am Sonntag Tabellenführer?

Gruppenliga Frankfurt Ost: Fünf Mannschaften können Sprung schaffen

22. September 2017, 11:58 Uhr

Dominik Fischer traf zuletzt dreimal für Rodgau. Foto: Patrick Scheiber

Die Spitzengruppe der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost ist eng zusammengerückt. Den Tabellenführer Türk Gücü Hanau trennen nur zwei Punkte vom Tabellensechsten SG Rosenhöhe. Abgesehen vom Zweiten SVG Steinheim, der seine Partie bereits unter der Woche bestritt (3:2 in Somborn), können fünf Teams am Sonntag auf den ersten Platz vorrücken.

SG Marköbel – Germania Großkrotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)

Das scheint auf dem Papier eine klare Sache zu sein. Großkrotzenburg ist Dritter, hat 18 Punkte auf dem Konto und schaut eher nach oben als nach unten. Die vergangenen drei Spiele konnten alle gewonnen werden, wenn auch gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Dort steht auch Marköbel, die mit sechs Zählern aus acht Spielen nur 14. sind. Dass es einen Sieger geben wird, ist wahrscheinlich. Beide Mannschaften spielten in der aktuellen Runde noch nie Unentschieden. Zu Hause holte Marköbel sogar noch gar keine Punkte.

"Unseren Fans müssen wir langsam mal etwas zeigen“, weiß SGM-Sprecher Luca Topitsch, der um die Lage seines Teams weiß: "Klar ist Großkrotzenburg der Favorit, aber unsere Rolle kennen wir und es liegt uns, wenn der Gegner das Spiel machen muss.“ Dadurch, dass die direkte Konkurrenz aktuell ebenfalls Punkte liegenlässt, sind es nur zwei Punkte Rückstand zum theoretisch rettenden Ufer. "Da ist noch alles drin, aber wir müssen die Punkte holen, um in die kommenden Spiele entspannter zu gehen“, so Topitsch.

FSV Bad Orb – FSV Bischofsheim (Sonntag, 15 Uhr)

Im Duell der Schlusslichter treffen Bad Orb und Bischofsheim aufeinander, die als einzige Mannschaften der Liga noch nicht gewonnen haben. Dementsprechend stehen sie auf dem letzten (Bad Orb) und vorletzten Platz (Bischofsheim). Die Gäste haben mit zwei Punkten immerhin einen Zähler mehr gesammelt und hätten die Möglichkeit, mit dem ersten Sieg auch gleich zwei Plätze nach vorne zu rücken.

FC Dietzenbach – JSK Rodgau (Sonntag, 15 Uhr)

Die Rodgauer starteten unerwartet schwach. Die ersten drei Heimspiele gingen alle verloren, auswärts lief es dagegen gut. Vergangenes Wochenende gelang dann gegen Hochstadt auch der erste Heimsieg (5:1). Mit 15 Punkten stehen die Rodgauer auf Rang acht, stellen zudem die mit sieben Gegentoren die beste Defensive. Dietzenbach steht auf Platz 13 mit acht Punkten, konnte erst einmal gewinnen.

FC Hochstadt – VFB Oberndorf (Sonntag, 15 Uhr)

Für Hochstadt kommt es faustdick. In den vergangenen beiden Spielen kassierte der FC jeweils fünf Tore (0:5 in Altwiedermus, 1:5 beim JSK Rodgau), steckt mit vier Zählern schon jetzt mitten im Abstiegskampf und hat mit 30 Gegentreffern nach Somborn (32) die bislang schlechteste Defensive der Liga. Nun kommt mit Oberndorf ein Aufsteiger nach Hochstadt, der sich vom Beginn an in der Spitzengruppe der Tabelle festgesetzt hat und mit einem Sieg sogar theoretische Chancen hat, nach dem Spieltag auf Platz eins zu stehen. Es wird also nicht einfacher für Hochstadt.

SV Eintracht Altwiedermus – 1. FC Langen (Sonntag, 15 Uhr)

Duell der Tabellennachbarn und Aufsteiger: Altwiedermus musste sich zuletzt in Oberndorf 2:4 geschlagen geben, gewann vorher aber gleich dreimal in Folge und ist ebenso in der Liga angekommen wie Langen, die mit zwölf Punkten einen Zähler und einen Platz vor dem SVE stehen. Die Langener sind zudem die einzige Mannschaft, die bislang Spitzenreiter Hanau besiegte.

Germania Klein-Krotzenburg – SG Rosenhöhe Offenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Beide Teams können sich über die bisherige Punkteausbeute nicht beklagen. Mit 17 Punkten sind Klein-Krotzenburg und die Rosenhöhe punktgleich, liegen auf den Plätzen fünf und sechs. Die Offenbacher trotzten Spitzenreiter Hanau zuletzt einen Punkt ab, hätten einen Sieg durchaus verdient gehabt. "Die Ergebnisse stimmen momentan. Wir sind glücklich, dass wir schon jetzt so viele Punkte haben und peilen weiter die Zahl an, die zum Klassenerhalt fehlt. Wir bleiben entspannt“, zeigt sich SGR-Sprecher Tim Kleinschmidt gelassen, merkt aber an: "Gegen Klein-Krotzenburg haben wir uns die letzten Jahre immer schwergetan. Wir schauen und hoffen, dass wir etwas Zählbares holen. Ob das jetzt drei Punkte oder einer ist, wird sich zeigen.“

Türk Gücü Hanau – Sportfreunde Seligenstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Wenn man beim Tabellenführer antreten muss, weiß man, was auf einen zukommt. "Hanau ist stark, die haben sich gezielt verstärkt und einige erfahrene Spieler in ihren Reihen. Das wird eine harte Nuss“, weiß Sportfreunde-Trainer Thomas Marton. Seine Mannschaft konnte die vergangenen drei Spiele allesamt gewinnen und steht mit 13 Punkten auf Platz acht. Tobias Leis, der zuletzt verletzt fehlte, ist möglicherweise wieder dabei.

Kickers Obertshausen – 1. FC 06 Erlensee (Sonntag, 15 Uhr)

Mit acht Punkten aus acht Spielen können die Kickers nicht sonderlich zufrieden sein. Obertshausens Spielausschussvorsitzender Siggi Herth weiß aber: "Die Chancen sind da. Wir müssen sie einfach gnadenloser nutzen. Dann kann man auch entspannter in manche Spiele gehen.“ Der nächste Gegner Erlensee sei "nicht zu unterschätzen. Als Aufsteiger wollen die zeigen, dass sie hierhergehören und spielen bereits eine gute Rolle in der Klasse. Da müssen wir dagegenhalten."

Autor: Valentin Schwing