Zwei Spiele Mujezinovic, zwei Spiele Wolf
Torwartfrage zunächst geklärt / Borussen wollen in Alzenau voll auf Sieg spielen
Kenan Mujezinovic wird gegen Alzenau im Tor stehen - und danach erst einmal zuschauen müssen. Foto: Charlie Rolff
Fest steht, dass Kenan Mujezinovic bei dieser Partie im Tor stehen wird. Das kündigte SCB-Trainer Thomas Brendel unmittelbar nach der Partie gegen Urberach an. Mujezinovic selbst verrät jetzt auch, welche Vereinbarungen zwischen Brendel, Tobias Wolf und ihm selbst getroffen wurden: "Die ersten zwei Spiele nach der Winterpause soll ich spielen, Tobi darf dann in den nächsten beiden Begegnungen ran. Danach wollen wir uns noch einmal zusammensetzen", kündigt der Schlussmann an.
In Alzenau wird also der ehemalige Keeper der Würzburger Kickers das Tor hüten, in den darauffolgenden Partien gegen Kelsterbach und Ederbergland darf Wolf sein Können unter Beweis stellen. "Unabhängig davon will ich aber mein ganz normales Spiel durchziehen. Wenn man etwas besonders machen will, geht das meistens in die Hose. Wenn ich mich auszeichnen kann, dann gut, aber ich kann es nicht erzwingen", weiß der 21-Jährige.
Genug zu tun bekommen dürfte der Torhüter jedenfalls. Schon im Hinspiel - seine erste Begegnung überhaupt im Borussen-Dress - musste Mujezinovic gegen die Truppe um Hessenliga-Toptorjäger Salvatore Bari (21 Treffer) kurz vor Schluss das 1:1-Unentschieden retten. "Alzenau steht schon zurecht da oben. Aber wir sahen in den direkten Duellen mit den Top-Teams immer ganz gut aus", betont der ehemalige Junioren-Nationalspieler. Gegen die Top fünf verlor der SCB tatsächlich keine Partie. "In solchen Spielen können wir uns aufs Wesentliche konzentrieren, da sind wir immer voll konzentriert."
So will Fulda auch in Alzenau auftreten. Während die Borussen zum Restrundenauftakt aber eher einen lockeren Aufgalopp hingelegt haben, wurden die Bayern beim 3:3 in Baunatal schon richtig gefordert. "Ein Nachteil ist das für uns nicht, aber es kann ein bisschen gefährlich sein. Wir dürfen durch das 8:0 nicht denken, dass das nächste Spiel ein Selbstläufer wird. Der Gegner war einfach um Klassen schlechter. Aber wenn wir annähernd so spielen wie gegen Urberach und unsere Chancen nutzen, werden wir auch gewinnen", so Mujezinovic.
Mujezinovic: "Unsere Ambition, den zweiten Platz zu erreichen"
Der 21-Jährige legt ein Selbstvertrauen an den Tag, das nicht von ungefähr kommt. Schließlich hat der Keeper, der aus der Jugend des VfB Stuttgart stammt, ehrgeizige Ziele mit der Borussia. "Unsere Ambition ist es ganz klar, den zweiten Platz zu erreichen. Daher wollen wir gerade gegen die Mannschaften, die noch vor uns stehen, gewinnen. Wir werden voll auf Sieg spielen", kündigt Mujezinovic an.
Ähnlich sind derweil auch die Ambitionen in Alzenau. Aktuell sind die Bayern Tabellenvierter und damit einen Platz vor den Borussen, und das soll sich nach Meinung von Trainer Angelo Barletta auch nicht ändern: "Wir werden genauso wie Fulda auch voll auf Sieg spielen. Unser Ziel ist es, so viele Mannschaften wie möglich hinter uns zu lassen, deshalb wollen wir die direkten Vergleiche gewinnen. Im Hinspiel haben wir unentschieden gespielt, daher wollen wir jetzt auf keinen Fall verlieren.“
In Alzenau spricht man derweil genauso offen vom Ziel Regionalliga wie in der Barockstadt. Zwar sei der Aufstieg für Barletta in diesem Jahr kein Muss, die Weichen für die Zukunft werden aber bereits gestellt. Um die nötigen Auflagen für die vierthöchste Spielklasse zu erhalten, wird ein Stadionumbau diskutiert. So bestehen Pläne, auf der aktuellen Spielstätte direkt neben dem Stadion eine neue große Tribüne zu errichten und die alte hinter eines der beiden Tore zu verschieben.

