„Asche“ trifft erneut dreifach

Petersberg zeigt gegen Schlüchtern/Elm klar, wer Favorit ist

10. September 2015, 18:33 Uhr

Im Moment kommt Boris Aschenbrücker (Nummer 9) gar nicht mehr aus dem Jubeln raus. Foto: Ralf Hofacker

Auch das dritte Heimspiel der SG Schlüchtern/Elm endete mit einer Niederlage, einer deftigen zudem. Gegen einen spritzigeren, vor dem Tor des Gegners konsequenteren und besser kombinierenden Tabellenführer RSV Petersberg unterlag die Seker-Elf mit 1:6 (0:2).

„Lieber einmal 1:6 verlieren als vielleicht zweimal 0:1“, meinte Jochen Eurich mit Blick auf das zweite Heimspiel in Folge am Samstag gegen den FSV Thalau. Eurich kommentierte weiter: „In der zweiten Halbzeit war aber auch jeder Petersberger Schuss auf unser Tor ein Treffer.“

Über die gesamte Spieldauer war Petersberg ohne jeden Zweifel die überlegene Elf: schneller agierend, auch gedanklich, und vor allem eiskalt zuschlagend. Auch wenn der Eckstoß nach zwölf Minuten, der durch den zu Schulbuchzwecken geeigneten Kopfball von Torjäger Boris Aschenbrücker zum 0:1 führte, geschenkt war. Denn den Eckball für Petersberg hätte es nicht geben dürfen, weil ein Schlüchtern/Elmer Abwehrspieler einen Gegner anschoss. Dennoch war „Asche“ Boris Aschenbrückers Kopfball sehenswert, selbst ein „Kalle“ Riedle hätte den nicht besser hinbekommen.

Mitte der ersten Hälfte hatte die SG Schlüchtern/Elm ihre beste Phase. Der erneut auffällig starke Bernd Lenz drang über halblinks in den Petersberger Strafraum ein, wurde von Keeper Christian Beikirch hörbar berührt, vergaß aber, sich fallen zu lassen (20. Minute). Fünf Minuten später vergab Marcel Zintel per Linksschuss auf grandiose Vorarbeit von Sven Köhler die große Möglichkeit zum 1:1-Ausgleich. Stattdessen landete auf der Gegenseite ein wohl als Flanke gedachter Ball von Julian Wehner (38.) unversehens im langen Eck des Schlüchtern/Elmer Tores zum 0:2-Pausenstand.

Ein letzter winziger Funken Hoffnung keimte beim Aufsteiger nach Erkan Yamuks Anschlusstreffer zum 1:3, den Andreas Brzoza noch ins eigene Netz abfälschte. Doch noch deutlich schneller als der zehn Minuten zuvor eingewechselte Yamuk getroffen hatte, versetzte Boris Aschenbrücker mit seinen binnen 120 Sekunden erzielten Treffern zwei und drei der Spielgemeinschaft den endgültigen Knock Out.

Beim Sieger imponierten Boris Aschenbrücker, der nun bereits ein Dutzend Saisontreffer sein eigen nennt, und Mittelfeldrenner Kubilay Kücükler mit seiner enormen Schnelligkeit. Bei Schlüchtern/Elm verdiente sich einmal mehr Bernd Lenz eine gute Note, der erkrankte Marco Schlichting sowie die beiden verletzten Bünyamin Mat und Torhüter Fabian Zarnack standen beim Neuling nicht zur Verfügung.

Schlüchtern/Elm: Schilling; Qamar, Schulz (56. Lotz), Theodor, Eurich – Nix, Hofmann (56. Yamuk, 73. Kostadinov), Lenz, Köhler – Link, Zintel.
Petersberg: Beikirch; Brzoza, Kilian, M. Aschenbrücker, Vogt – Wingenfeld, Mathiebe (46. von Pazatka), Wehner (58. Nüchter), Kücükler – Müller, B. Aschenbrücker (75. Reinhard).
Schiedsrichter: Lars Billasch (Bad Nauheim). Zuschauer: 250. Tore: 0:1 Boris Aschenbrücker (12.), 0:2, 0:3 Julian Werner (38.,53., Foulelfmeter), 1:3 Erkan Yamuk (66.), 1:4, 1:5 Boris Aschenbrücker (69., 71.), 1:6 Adrian von Pazatka (82.). / osl

Kommentieren
Vermarktung:

Mehr zum Thema