Gajic-Elf zeigt, was sie kann

Gruppenliga: Hosenfeld mühelos

31. August 2018, 20:10 Uhr

Erst Torschütze, dann verletzt raus: Leonard Müller. Foto: Charlie Rolff

Die Erkenntnis vorweg: Obwohl vor dem Spiel punktgleich, sollten die Ziele der beiden Kontrahenten in dieser Saison weit auseinanderliegen. Die mit 2:0 (1:0) siegreiche Spvgg. Hosenfeld zeigte offensiv wie defensiv, das sie lange um die fetten Plätze mitspielen sollte, während die SG Festspielstadt gut beraten sein dürfte, zunächst einmal Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Im glänzend strukturierten 3-4-1-2-System mit der starken Achse um Abwehrchef Steffen Göhringer, den beiden Sechsern Özgür Kutulay und Roger Mouangue Mouangue, "Freigeist" Christian Lehmann sowie Sturmführer Benedikt Rützel wirft das Team jede Menge Erfahrung, Körperlichkeit, Zielstrebigkeit und Wille ins Rennen. Nie hätte Coach Rodoljub Gajic im Laufe des Spiels Bedenken haben müssen, dass das Ergebnis nicht in Richtung Hosenfeld laufen könnte. In Seelenruhe beobachte er die Überlegenheit, musste einzig mit der Chancenauswertung hadern.

Dass die Sportvereinigung zur Pause "nur" 1:0 führte, lag an Hersfelds Keeper Fabian Brunner: Gegen Rützel und Leonard Müller – zweimal spielte Lehmann exzellente öffnende Pässe – verhinderte er einen noch früheren Rückstand (14., 15.), erneut gegen Rützel im Eins-gegen-eins später glänzend das 0:2 (29.). Zudem verzog Marc Wettels seinen Distanzschuss nur um Zentimeter (36.). Getroffen hatte lediglich Müller – ein symptomatische Aktion in Durchgang eins, weil Rützels eigentlich harmlose Hereingabe von links durch den Fünfer segeln durfte und der Torschütze, der zur Halbzeit aufgrund einer Oberschenkelzerrung raus musste, keine Mühe hatte.

Brunner der Fels in der Brandung

Auch nach der Pause war Brunner Hersfelds Fels, konnte allerdings das schnelle 0:2 nicht verhindern, als Roger Mouangue Mouangue nach einer Ecke erst an Brunner scheiterte, ob der schläfrigen Gäste-Defensive ein zweites Mal abschließen durfte – diesmal erfolgreich. Rützel, zweimal Solmon Haile Negussie oder Lehmann ließen in Folge beste Chancen verstreichen.

Die Festspielstadt hatte in der kompletten Begegnung nur ganz wenige Offensivaktionen. In Durchgang ein nicht einen einzigen klaren Abschluss, allerdings die erste Chance: Keeper Christoph Grösch bügelte das schlampige Abspiel von Maximilian Braun gerade noch vor dem heraneilenden Philipp Prokopenko aus (6.). Der Ausfall des Sturmduos Crawford/Oelschläger wog in der Offensive zu schwer, und defensiv fehlte es an Körpersprache, Zweikampfhärte und Konzentration, um Hosenfeld auch nur im Ansatz ebenbürtig zu sein. Vielleicht trug die Tatsache, dass das Team ob der frühen Anstoßzeit und der Anreise erst 15 Minuten vor Anpfiff zum Aufwärmen kam dazu bei, dass Coach Roman Prokopenko einen gebrauchten Tag konstatieren musste.

Die Statistik:

Spvgg. Hosenfeld: Grösch – Braun, Göhringer, Hack – Müller (46. Haile Negussie), Kutulay, Mouangue Mouangue, Gesang – Lehmann – Wettels (74. Djounang), Rützel (62. Mebouinz Bonny).
SG Festspielstadt: Brunner – Augustin, Pfalzgraf, Rakk, May, Cojocaru (66. Seitz) – Emmerich (66. Kahya), Pavic, Müller-Siebert – Pepic (48. Schlensog), P. Prokopenko.
Schiedsrichter: Jeffrey Euchler (SV Herolz).
Zuschauer: 140.
Tore: 1:0 Leonard Müller (22.), 2:0 Roger Mouangue Mouangue (49.).

Autor: Johannes Götze

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