Gruppenliga: Mulfinger bringt Soden ganz nah an den Titel

Großenlüder macht Soden das Leben schwerer als gedacht

17. April 2015, 23:03 Uhr

Tim Mulfinger (grün-weiß) traf doppelt für Soden.

Der Vergleich zwischen dem Abstiegskandidaten und dem Meisterschaftsfavoriten brachte das erwartete Resultat: Der Tabellenvorletzte der Gruppenliga Fulda, SV Teutonia Großenlüder, musste eine 1:3 (0:1)-Niederlage gegen den Spitzenreiter SG Bad Soden quittieren, der den Titel nach Neuhofs Pleite gegen Hohenroda so gut wie in der Tasche haben dürfte.

Die erwartet klare Angelegenheit war es dennoch nicht. Über weite Strecken machte die Mannschaft von Trainer Thomas Reith dem haushohen Favoriten das Leben schwer. Die Einsatzbereitschaft, Moral und Torgefahr, die die Platzherren an den Tag legten, lassen die Teutonia hoffen, im Abstiegskampf vielleicht doch noch die Kurve zu kriegen, auch wenn Hohenrodas Sieg in Neuhof die Zuversicht getrübt haben dürfte.

„Die Leistung war absolut in Ordnung. Und wenn wir diese drei Fehler nicht machen, nehmen wir vielleicht einen Punkt mit. So war es am Ende ein verdienter Sieg“, fasste Thomas Reith das Geschehen zusammen. Während bei Großenlüders Trainer trotz der Niederlage die positiven Eindrücke überwogen haben dürften, kam sein Kollege Sead Mehic nicht umhin festzustellen: „Die ersten 20 Minuten waren nicht in Ordnung, die letzten 30 auch nicht.“

Andererseits: „Wir haben drei Punkte. Und ich weiß auch nicht, was da immer von uns erwartet wird. Wir haben das achte Spiel in Folge gewonnen. Natürlich merkt man einigen Spielern Kräfteverschleiß an. Nur gut, dass wir einen so großen Kader haben.“

In der ersten halben Stunde brannte es stellenweise lichterloh im und am Sodener Strafraum. Nachlässige Deckungsarbeit ermöglichte Großenlüder anfangs Einschussmöglichkeiten im Minutentakt. Die dickste Chance vergab der antrittsschnelle Stürmer Fabian Lehmann, als er völlig frei vor Bad Sodens Tor an Schlussmann Arturo Gonzalez-Garcia scheiterte (11.).

Auf der Gegenseite verpassten Marcel Zintel (13./14.) und Tim Mulfinger (15.) einen Treffer. Erst kurz vor dem Pausenpfiff entsprang der Sodener Feldüberlegenheit Zählbares. Dimitrij Scheller hatte einen der viel zu seltenen Schussversuche aus der zweiten Reihe unternommen, Mulfinger den Ball mit der Fußspitze unhaltbar für SVG-Keeper Darius Günder ins Tor gelenkt (41.).

Nach dem Seitenwechsel half Großenlüder kräftig mit, den Sodener Sieg auf den Weg zu bringen: Nils Reinhardt verlor den Ball, Sven Hassler bediente Samet Degermenci – 0:2 (46.). 120 Sekunden später war das Spiel endgültig entschieden, als Tim Mulfinger eine der raren Flanken von Julian Purcell zum 0:3 einnickte. Just mit dem Anschlusstreffer von Fabian Lehmann, der einen groben Schnitzer von Tarik Özyer bestrafte (57.) bekam Großenlüder wieder Oberwasser, um die Souveränität der Sodener war es schon wieder geschehen. Bemerkenswert: Bis in die Nachspielzeit hinein drängte die Teutonia unverdrossen auf einen weiteren Torerfolg.

Großenlüder: Günder; Michel, Ripka, Bauer, S. Hasenauer, Klein (50. M. Hasenauer) – Reinhart, Schönherr (65. Erb) – Happel, Lehmann, Bachmann.
Bad Soden: Gonzalez-Garcia; Purcell, Kress, Römmich, Harmancioglu (69. Schulz) – Scheller, Moaremoglu – Zintel (52. Özyer), Hassler, Degermenci (82. Keim) – Mulfinger.
Schiedsrichter: Markus Bengelsdorff (Marburg). Zuschauer: 150. Tore: 0:1 Tim Mulfinger (41.), 0:2 Samet Degermenci (46.), 0:3 Tim Mulfinger (48.), 1:3 Fabian Lehmann (57.). / oi

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