Gruppenliga: Neun Neuhofer schlagen Künzell bei Nix-Comeback

49-Jähriger agierte als Libero

07. März 2015, 16:35 Uhr

Edgar Nix schnürte mit 49 Jahren noch einmal die Fußballschuhe.

Der SV Neuhof hat in der Gruppenliga die Tabellenspitze verteidigt und das Spitzenspiel in Künzell mit 1:0 (1:0) gewonnen.

Die erste Überraschung gab es beim Primus SV Neuhof bereits beim Blick auf die Aufstellung: Trainer Edgar Nix schnürte höchstpersönlich die Stiefel. "Zu viele Verletzte und zu viele Studenten, die nicht im Training sind", begründet Nix ein wenig zerknirscht diese Maßnahme. Der 49-Jährige agierte als klassischer Libero im Neuhofer 3-5-2-System und hielt 45 Minuten lang durch, ehe sich der Coach selbst auswechselte und Adam Agovic ins Spiel brachte.

Zur Pause sollte das Tor des Tages bereits gefallen sein: Nach einer Flanke von Fabian Fritz stand Serdar Kabul im Zentrum goldrichtig und bugsierte den Ball ins Tor (22.). In der Folge drückten die Hausherren auf den Ausgleich. Doch weder Peter John, dessen Freistoß am Pfosten landete (30.), noch Sebastian Kress, der alleine auf Torhüter Dogus Albayrak zusteuerte, in ihm jedoch seinen Meister fand (31.), konnten ihre Torchancen nutzen.

Bitter wurde es für die Gäste dann in Minute 41, als Pavel Konecny nach wiederholtem Foulspiel mit der Ampelkarte in die Kabine zum Duschen geschickt wurde und der Wintermeister fortan in Unterzahl spielen musste. Der Platzverweis tat der Müller-Elf jedoch keineswegs gut. „Meine junge Mannschaft tut sich sehr schwer, wenn sie das Spiel machen muss. Neuhof war in den entscheidenden Aktionen einfach abgeklärter“, resümierte TSV-Coach Marcel Müller, dessen Mannschaft mit vielen langen Bällen agierte. Auch der zweite Platzverweis des SV Neuhof, als Tobias Manns mit Gelb-Rot vom Feld musste (82.), spielte Künzell nicht in die Karten. So blieb es letztlich beim 1:0-Sieg des Tabellenführers.

„Ich bin absolut zufrieden mit der Vorstellung meiner Mannschaft. Wir haben das trotz Unterzahl mehr als ordentlich gemacht und letztlich verdient gewonnen“, freut sich Nix. Durch den Sieg im Spitzenspiel wächst der Vorsprung auf Verfolger Ehrenberg auf drei Punkte an. Nächste Woche Sonntag (15 Uhr) kommt es dann im Glückauf-Stadion zum großen Showdown zwischen dem Spitzenreiter und der SGE.

Autor: Max Lesser

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