Gruppenliga: Rothers Elf sucht zu lange nach der Einstellung

Hofbieber besiegt Rothemann 2:0

06. April 2015, 17:40 Uhr

Maximilian Fröhlich ebnete mit dem 1:0 den Weg. Foto: Charlie Rolff

Der SV Hofbieber lässt sich in der Gruppenliga nicht unterkriegen: Mit dem 2:0 gegen Rothemann hat die Elf von Francisco Martinez die eigenen Karten auf den Klassenerhalt weiter verbessert und gleichzeitig einen erschreckend schwach agierenden TSV Rothemann wieder mitten in den Abstiegssumpf gezogen.

Ein ganz klares Einstellungsproblem hatte ein konsternierter Rothemanner Trainer DanielRother bei seinen Schützlingen ausgemacht. „Die Tabellensituation hat eigentlich ausreichend darauf hingewiesen, dass wir in ein solches Spiel alles hineinfeuern müssen. Doch meine Spieler haben zu verspielt und inkonsequent agiert“, monierte der ehemalige Hessenligaspieler.

Indizien dafür, dass bei den Rothemannern die Akklimatisierung mit dem Abstiegskampf zumindest gestern in die Hose gegangen ist, gab es genug. Beispiel eins war das 1:0 von Maximilian Fröhlich, der trotz mehrerer, zu halbgarer Klärungsversuche der Gäste am Ball blieb und nach nur 79 Sekunden via Innenpfosten für einen glänzenden Hofbieberer Auftakt sorgte.

Exemplarisch auch eine Szene Mitte der ersten Hälfte, als Hofbieber bei einem eigenem Eckball schlecht gestaffelt stand, Rothemann den anschließenden Konter bei drei gegen drei aber fahrlässig verschluderte. Symptomatisch kam zu guter Letzt der Platzverweis für Xhevit Nuva in der Schlussphase daher, der durch Foul und anschließendes Meckern in einer Aktion zwei Gelbe Karten bezog (85.). „Danach haben wir zu zehnt komischerweise nochmal kämpferische Tugenden ins Spiel eingebracht. Vielleicht ein bisschen zu spät“, spielte Trainer DanielRother mit der Ironie.

Dementsprechend leichtes Spiel hatte Hofbieber, dass lediglich beim Schuss von MichaelDrews aus kurzer Distanz durchatmen musste (47.). „In der ersten Halbzeit haben wir trotzdem taktisch nicht ganz so souverän agiert, wie ich mir das vorgestellt hatte“, befand SVH-Spielertrainer Francisco Martinez. Beruhigt war der Spanier aber spätestens nach dem 2:0 vonErik Nüdling, der im Nachgang an einenStandard den Ball von Rothemanns Keeper Mitja Hofacker direkt für die Füße geblockt bekam und locker einschob (67.).

Schon zuvor hatte der SVH, der im vierten von fünf Spielen 2015 die Null hielt, dicke Kontermöglichkeiten in Person vonFröhlich und Carl-SebastianDege vergeben. Einziger Wermutstropfen auf Seiten der Hausherren war ein dicker Knöchel von Francisco Martinez, den der Coach sich nach einem robusten, aber nicht überharten Zweikampf mit SebastianFlügel in der Schlussminute zuzog. Eine Diagnose steht noch aus, Martinez war aber kurz nach dem Spiel schon wieder gut drauf und vermutete schmunzelnd, „dass meine Frau das heute Abend erst mal behandelt.“ / hall

Hofbieber: Hahner; Bau, Martinez, Hosenfeld – Müller, Sauerbier (60. Baier), Nüdling (74. M.Kohlhoff), J.Hoyer, Heinisch – Fröhlich, Dege (81. Krenzer).
Rothemann: Hofacker; Eichenauer (74. Gerbig), Sauer, Flügel, Bub – Kretsch – Müllers, Eggers (46. Stephan), Nuha, Hammerl – Drews (81. Corumlu).
Schiedsrichter:Felix Berger (Herleshausen).Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Maximilian Fröhlich (2.), 2:0 Erik Nüdling (67.).Gelb-Rote Karte: Xhevit Nuha (85., Rothemann).

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