Gruppenliga: Schorstein beendet die Serie
Spielertrainer köpft das Siegtor und rettet so den Vatertag
Mit diesem Tor sicherte Schorstein seiner Mannschaft einen völlig verdienten Sieg. In einem spielerisch schwachen, dafür aber im Mittelfeld umso intensiveren Spiel mit vielen Zweikämpfen, legten die Hausherren in der ersten Halbzeit den Grundstein für den Sieg. Hier war mehr für Ehrenberg möglich, als früh Mitja Hofacker zwei Mal gegen Hose klärte (3.) und später Brehl in guter Position viel zu unentschlossen reagierte (44.).
Johannesberg hatte sich indes selbst zuzuschreiben, dass die tolle Serie von 13 ungeschlagenen Spielen zu Ende ging. Nach neun Siegen und vier Remis brachte der Gast diesmal keine gute Leistung auf den Platz. Ein halbwegs gefährlicher Distanzschuss von Onur Özger (62., drüber) war die erste gute Gelegenheit. Danach kam noch die dickste Möglichkeit zum 1:1, als Reksius einen klasse Pass für Özger spielte, aber Marcel Röder im Ehrenberger Tor seine einzige ernste Probe mit Bravour meisterte (74.). Sonst kam von Johannesberg nach vorne fast nichts.
„Das war heute unser schlechtestes Spiel, seit ich hier Trainer bin“, redete Zeljko Karamatic nicht lange um den heißen Brei. „Man kann auf so einem schlechten Platz einfach nicht versuchen alles spielerisch zu lösen. Da muss man auch den richtigen Biss zeigen. Den hatten wir vor allem vor der Pause leider nicht.“
Auch die vielen Spiele in den letzten Wochen wollte Karamatic nicht als Ausrede gelten lassen. „Nein, nein: Dieses Spiel haben wir nicht wegen fehlender Kraft verloren. Das war eine Kopfsache. Vielleicht wurde vorher zu viel über dieses Spiel geredet.“
Einen genialen Vatertag erlebte indes sein Gegenüber Robert Schorstein. „Die zweite Halbzeit war viel Kampf, Krampf und lange Bälle – aber von beiden Seiten. Aber durch die erste Halbzeit haben wir verdient gewonnen“, beschrieb Schorstein ein Spiel, in dem Steffen Kümmel gegen Ende zwei Mal gute Möglichkeiten zum 2:0 liegen ließ.
„Trotzdem hat es Spaß gemacht: Es war ein sehr umkämpftes Spiel gegen einen durchaus starken Gegner“, so Schorsteins Aussage.
Ehrenberg: Röder; J. Jestädt, Wiegand, Schäfer, Hose, Schorstein, Büttner, Bau, Kümmel, Geier (81. Diel), Brehl.
Johannesberg: Hofacker; Heil (46. Özger), Dechant, Walt, Schneider, Brylski, Wiesner, Hoxha (83. Dieterle), Özlük, Kleemann.
Schiedsrichter: Sebastian Knoth (ESV Hönebach). Zuschauer: 350. Tor: 1:0 Robert Schorstein (38.). Gelb-Rote Karte: Osman Özlük (Johannesberg, 90.+1). / kr

