Gruppenliga: SV Neuhof distanziert Ehrenberg

Schorstein setzt sich auf die Bank

15. März 2015, 17:51 Uhr

Radek Görner brachte einmal mehr den SVN auf den richtigen Weg. Foto: Charlie Rolff

Zwei Spiele, zwei Siege, 3:0-Tore: Gruppenliga-Spitzenreiter SV Neuhof ist mit den Siegen beim TSVKünzell und im Schlager gegen die SG Ehrenberg zumindest von den Resultaten her richtig gut aus der Winterpause gekommen. Aber auch beim 2:0 (1:0) im Topspiel war noch Sand im Getriebe.

„Richtig zufrieden bin ich noch nicht wirklich“, redete Neuhofs Trainer Edgar Nix nachher auch nicht lange drumherum. „Vor allem in der ersten Halbzeit war Ehrenberg wacher und hat sehr gut gespielt. Meiner Meinung nach wurden wir zwar nach der Pause besser, aber das hat längst nicht gereicht um über die volle Distanz zufrieden zu sein.“

Zumal die Ehrenberger lange ein richtig gute Partie ablieferten, aber in den entscheidenden Situationen das Nachsehen hatten. So wie beim 1:0. Der Heber von Torjäger Radek Görner aus gut 40 Meter hätte nie ein Treffer werden dürfen. Was Marcel Röder, der ansonsten eine gute Leistung ablieferte, in dieser Szene jedoch weit aus seinem Strafraum heraus suchte, bleibt offen. Wie Görner den Patzer jedoch nutzte, zeigte all seine Cleverness.

Görner spielte insgesamt schwach, war jedoch an den drei gefährlichsten Offensivszenen von Neuhof beteiligt. So nach Vorlage von Kabul, als der Torjäger in der Mitte kläglich vergab (65.). Und auch vor dem 2:0 spielte Görner die Hauptrolle. Das Foul an ihm bracht den Freistoß, den Niklas Heiliger aus 17 Metern herrlich über die Mauer in die Ecke schlenzte. Damit war in der 82. Minute die Entscheidung gefallen.

„Selbst der neutrale Zuschauer hat heute nicht gesehen, wer hier der Tabellenführer und wer der Verfolger ist. Für den schwierigen Boden haben wir den Ball gut laufen lassen und von der Einstellung und Leidenschaft gibt es bei meiner Mannschaft sowieso nichts zu kritisieren“, fasste Ehrenbergs Trainer Andreas Bug nachher zusammen. „Von den Spielanteilen haben sich die 90 Minuten nichts genommen. Leider hat beim ersten Gegentor ein bisschen die Abstimmung gefehlt.“

Vielleicht wäre diese vorhanden gewesen, hätte zu diesem Zeitpunkt schon Robert Schorstein am Platz gestanden. Doch der Spielertrainer verzichtete auf einen Einsatz, war eiskalt gegen sich selbst. „Aus beruflichen Gründen habe ich in der Vorbereitung einfach zu oft gefehlt, während andere die Vorbereitung super durchgezogen haben. Da kann ich es nicht bringen mich selbst aufzustellen. Dieses Recht zu spielen hatten einfach andere mehr“, so sein Statement. Die besten Chancen für Ehrenberg hatten Moritz Schäfer (13.), Johannes Wiegand (38.) und Michael Geier (53.).

Neuhof: Albayrak; Pavel Konechny, Vlk, Hasanagic (46. Agovic), Manns, Basile, Moravcik (82. Dapar), Heiliger, Kratochvil, Kabul (65. Hyseni), Görner.
Ehrenberg: Röder; Marius Schäfer, Moritz Schäfer, Wiegand, Julius Jestädt (26. Valentin Jestädt), Diel (84. Schwarz), Büttner, Brehl (58. Schorstein), Geier, Kümmel, Metzler.
Schiedsrichter: Leon Reuben (Kelsterbach). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Radek Görner (34.), 2:0 Niklas Heiliger (82.). / kr

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