"Keine Haare, viele Tore..."

Gruppenliga: Kallée hält SVA am Leben

30. April 2017, 16:15 Uhr

Fabian Kallée scheint nicht satt zu werden. Foto: Friedhelm Eyert

Mit Blick auf die Tabelle und das Restprogramm zählte für den SVA Bad Hersfeld im Abstiegskampf gegen Teutonia Großenlüder nur ein Sieg und den holte die Elf vor allem dank ihres Spielertrainers Fabian Kallée, der beim 4:3 (1:1)-Sieg dreifach traf.

Mit Gruppenliga-Debütant Tizian Schmidt im Tor legte der SVA gleich los wie die Feuerwehr: Nils Wenzel nach herrlichem Angriff über rechts (5.) und zweimal Fabian Kallée (7.,8.) hätten früh für die Führung sorgen können - und dann schlug Großenlüder zu: Nach einer Ecke behielt nur Kapitän Sascha Hasenauer die Übersicht (9.). Aber der SVA musste sich nicht mal eine Minute schütteln, Christoph Wiegands Distanzschuss sprang im Gegenzug allerdings vom Innenpfosten wieder ins Spielfeld (10.). Moritz Reith (14.) und Fabian Lehmann (33.) hätten zwar durchaus für die Teutonen erhöhen können, allerdings war der Ausgleich durch Kallée noch vor der Pause absolut verdient: Asbach verlagerte das Spiel geschickt auf links, Jannik Holl flankte präzise und der scheidende Spielertrainer köpfte im zweiten Versuch ein (37.).

Apropos Kallée: Der 37-jährige Spielertrainer, der im Sommer das Staffelholz an Vorgänger Frank Ullrich zurückreichen wird, scheint nicht müde zu werden: Innerhalb von drei Minuten schlug er doppelt zu und stellte so die Zeichen auf Heimsieg. Zunächst schlug Nils Wenzel eine Ecke ideal, Christoph Wiegand legte per Kopf genau in Kallées Laufweg und der hatte aus zwei Metern so gar keine Mühe (51.). Treffer Nummer drei war dann wieder so ein typischer Kallée: Mit dem Rücken zum Tor drehte er sich um den Gegenspieler und nagelte das Leder mit aller Entschlossenheit zum 3:1 rein (54.(.

Doch diesmal schüttelten sich die Teutonen nur kurz und schlugen eine Minute später zurück: Joker André Pfeffer nutzte ein Luftloch eines Asbacher Verteidigers und machte das Spiel wieder eng (55.). Asbach stellte sich danach nicht hinten rein, sondern versuchte das Spiel zu entscheiden, allerdings übersah Lucas Führer Kallée (58.) und so begann das große Zittern, gerade bei ruhenden Bällen war der Gast immer wieder gefährlich. Und als Joker Sven Wrzos nach Traumpass Wenzels auf 4:2 stellte, dachten alle, dass es das war (87.). Pustekuchen: Schmidt irrte weit vor dem eigenen Tor herum, Fabian Lehmann durfte ins leere Tor einschieben (90.+1). Und dann schlug die Stunde von Yannik Mainz, der einen Kopfball Millimeter am eigenen Tor vorbeisetzte (90.+3). So aber blieb es beim 4:3-Sieg, den sich die Kallée-Elf auch redlich verdient hatte.

Die Statistik:

SVA Bad Hersfeld: Schmidt - Führer (73. Müller-Siebert), Ebinger, Schuch, Steinberg (46. Ullrich), Holl - C. Wiegand, Mainz - St. Wiegand, Kallée, Wenzel.
Großenlüder: Bauer - Lang, Ketteler, Ripka - Marx, Beier (66. Michel), Happel (46. Reinhardt), Martinez - Hasenauer - Reith (46. Pfeffer), Lehmann.

Schiedsrichter: Steffen Rabe (TSV Asphe).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Sascha Hasenauer (9.), 1:1 Fabian Kallée (37.), 2:1 Fabian Kallée (51.), 3:1 Fabian Kallée (54.), 3:2 André Pfeffer (55.), 4:2 Sven Wrzos (87.), 4:3 Fabian Lehmann (90.+1).
Gelb-Rote Karte: Hardy Ketteler (86., Großenlüder).

Autor: Johannes Götze

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