Ernüchterung zum Auftakt
Leinweber: "Unsere Vorbereitung lief zu gut"
Die gute Ausgangslage in der Abstiegsrunde haben Sie durch die 0:2-Niederlage gegen Schweben etwas eingebüst. Was war los?
Wir haben uns letztendlich mehr vorgenommen. Aber ein paar Sachen haben wir nicht gut genug gemacht. Wir haben noch einen Elfmeter verschossen und uns ingesamt nicht viele Torchancen herausgespielt. Das war so ein typischer Tag, an dem wir wohl kein Tor geschossen hätten. Das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir nicht hinbekommen.
Ihr Team hat eine gute Vorbereitung gespielt, unter anderem Aufstiegsrunden-Teilnehmer Rückers besiegt. Hat Sie der Start überrascht?
Gut, vielleicht lief es auch einfach zu gut. Es ging einem früher selber so, wenn es gut lief, kam dann der Schlendrian rein. Man denkt, dass es gut lief und dass es so auch irgendwie weiterlaufen wird. Aber das passiert in der Regel natürlich nicht.
Ist es ein Faktor, dass im Vergleich zu den Testspielen in der Abstiegsrunde mehr Druck herrscht?
Druck haben wir denke ich schon ein bisschen mehr, weil wir nur noch diese sieben Spiele haben und alles dicht auf dicht ist. In der normalen Runde wären wir in dieser Situation nicht, weil uns ein paar Punkte gestrichen wurden. Da hatten wir genug Vorsprung, aber da müssen wir das beste draus machen. Wir müssen die Kirche aber mal etwas im Dorf lassen, denn obwohl der Auftakt nicht so war, wie wir uns das vorgestellt haben, spielen wir in Mittelkalbach eine gute Runde.
Ihr habt jetzt drei Heimspiele in Folge. Kann das in der Abstiegsrunde ein Vorteil für euch sein?
Ich muss ehrlicherweise sagen, dass wir sehr gerne auswärts spielen. Das ist allerdings platzgeschuldet. Unser Hauptplatz wird derzeit noch gemacht und wir sind auf unserem eigentlichen Trainingsplatz. Deswegen weiß ich nicht, ob es für uns ein Vorteil ist. Ich denke, aus unserer Sicht ist es egal, weil es wichtig wird, drei Punkte zu holen – ob es zuhause ist oder auswärts.
Sie sagen, dass Ihre Mannschaft das Spielerische bevorzugt. Im Abstiegskampf wird gemeinhin gesagt, dass viel über den Kampf entschieden wird. Kann das Spielerische da trotzdem zum Erfolg führen?
Letztendlich bin ich der Meinung, dass es zu der Mannschaft passen muss und welche Spielertypen im Kader sind. Deswegen weiß ich nicht, ob das für alle Mannschaften die Hauptkomponenten sind. Man muss immer schauen, wo die Stärken von den Spielern sind. Das beste Beispiel ist da immer der SV Flieden mit Fabian Schaub vorne drin. Da macht lang spielen natürlich Sinn, dafür brauchst du aber die entsprechenden Spieler.
Anfang März haben Sie Ihren Vertrag in Mittelkalbach verlängert. Aufgrund der noch ungewissen Ligazugehörigkeit des Vereins ein gehöriger Vertrauensbeweis.
Auf beiden Seiten war schnell klar, dass wir weiterhin zusammenarbeiten wollen. Der Verein ist auf mich zugegangen und hat mir signalisiert, dass sie gerne weitermachen wollen und für mich war es sehr schnell klar, dass ich noch eine Saison machen möchte. Ich sehe in der Mannschaft eine große Entwicklung und von Seiten der Spieler und des Vorstands sind alle in Ordnung. Da macht es einfach Spaß. Das ist der ausschlaggebende Punkt, warum ich gerne in Mittelkalbach weitermache. Die sportliche Komponente passt und die Menschliche auch, das ist mir sehr wichtig.


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