Lemm bleibt vor Spitzenspiel seriös
Hady Kallo (links) traf zum zwischenzeitlichen 2:0 für Rot-Weiss Walldorf gegen den SV Darmstadt. © Memento36
Seit dieser Saison tragen die Walldorfer ihre Heimspiele auf dem neu fertiggestellten Kunstrasenplatz aus, der an Stelle des ehemaligen Rasenplatzes getreten ist. Das bereits mit einer teilweise überdachten Stehplatztribüne ausgestattete kleine Stadion ist für den Fall eines eventuellen Regionalliga-Aufstieges durchaus ausbaufähig. Mit drei Kunstrasenplätzen ist der Sportverein aus dem Kreis Groß-Gerau von der Infrastruktur her hervorragend aufgestellt. Zum Spiel: Es trafen die beiden jüngsten Mannschaften der Hessenliga aufeinander. Walldorf hatte seinen Kader auf einen Altersdurchschnitt von 21,4 verjüngt.
Hessenliga: SV Darmstadt bekommt die Grenzen aufgezeigt
Bei der vor der Runde vom Hessischen Fußball-Verband in die höchste hessische Spielklasse aufgenommenen U21 der Lilien sind außer Kapitän Markus Ballmert (30) die Spieler zwischen 17 und 20 Jahre alt. Von Beginn an war Tempo in der intensiven Begegnung. Gleich zweimal kam die U21 der Darmstädter zu Chancen. Mateo Zelic setzte sich dynamisch durch, bediente Viktor Grbic, der an Keeper Denis Wieszolek scheitert. Dann war es Stürmer Fabio Torsiello, der das Tor knapp verfehlte. Auf der Gegenseite kam auch Walldorf zu zwei Möglichkeiten. Ryutaro Kishis Kopfball lenkte Torwart Alexander Brunst über die Latte. Dann kam Stürmer Hady Kallo zum Abschluss, Darmstadt klärte mit Nick Luca Sauer vor der Linie. In Führung ging dann die cleverere und effektivere Mannschaft. Ausgerechnet der erst kurz vor Spielbeginn in die Startformation gerutschte Imad Jaadar erzielte das 1:0 (25.), dann war Torjäger Kallo zur Stelle und erhöhte auf 2:0 (36.).
Nach dem Seitenwechsel war die Partie nach dem 3:0 durch Tim Grünewald, dem die Darmstädter zu viel Platz ließen (50.), schnell entschieden. Gästecoach Daniel Petrowsky wechselte in der 63. Minute gleich viermal aus und meinte nach dem Spiel: „Die Ergebnisse haben für Rot-Weiß Walldorf gesprochen, von daher waren wir über die Niederlage der Gastgeber letzte Woche in Friedberg überrascht. Wir haben es nicht geschafft, ein Mittel gegen das hohe Pressing des Gegners zu finden. In den anderen Spielen waren wir auf Augenhöhe, heute haben wir die Grenzen aufgezeigt bekommen und nehmen viel Lernstoff mit“, der zugab, dass „der Übergang vom Jugend- zum Seniorenfußball sehr groß ist.“ Mit zwei Siegen, vier Remis und drei Niederlagen stehen die Darmstädter schon in der möglichen Abstiegszone.
Anders die Walldorfer, deren Trainer Artur Lemm trotz des tollen Saisonstartes noch kein konkretes Saisonziel ausgeben wollte: „Das wäre nach neun Spieltagen nicht seriös. Auch wir haben eine junge Mannschaft, die es gut weiter zu entwickeln gilt. Aber momentan geht die Tendenz dahin, dass wir eher im oberen Drittel der Tabelle zu finden sein werden.“ Zum Spiel sagte Lemm: ‚Wir sind zu Beginn nicht ganz so gut reingekommen. Unser Plan war es Darmstadt zu langen Bällen zu zwingen. Wir haben dann in engen Räumen ganz gute Lösungen gefunden. Aufgrund der Toraktionen war es ein verdienter Sieg gegen eine ganz starke Mannschaft. Die Qualität wird sich bei Darmstadt auch von der Platzierung her durchsetzen“, so Lemm, der sich nun auf das Topspiel in Alzenau freut, wo er vor vier Jahren in der Regionalliga Südwest als Trainer fungierte.
SV Rot-Weiß Walldorf: Wieszolek; Fröls (88. Belavskis), Kishi, Rebner - Spamer (69. Voett), Grünewald - Takenaka (84. Enders), Rebner, Jaadar (75. Kruse) - Kallo, Cortijo Lange (65. Hartmann). SV Darmstadt 98 U21: Brunst; Grbic, Sauer, Crößmann, Arnold (63. Robotta) - Ballmert, Baier (63. Held) - Arania, Zelic (63. Schlosser) - Makridis (63. Basic), Torsiello. Schiedsrichter: Lasse Braun (FC Fortuna Frankfurt). Zuschauer: 324. Tore: 1:0 Imad Jaadar (25.), 2:0 Hady Kallo (36.), 3:0 Tim Grünewald (50.).
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