Müller: „Wer da nicht kommt, der ist kein Fußballer“
Die "Mutter aller Derbys" eröffnet die Gruppenliga-Saison
Anders als beim großen Stadtderby in der Hessenliga zwischen Borussia Fulda und Lehnerz in der Vorwoche soll am Samstag das Wetter mitspielen. „Die Prognose sagt 25, 26 Grad und Sonnenschein voraus, dazu ist die Begegnung für mich das Schlagerspiel am Wochenende. Wer da nicht kommt, der ist kein Fußballer“, sagt Künzell-Coach Marcel Müller, der auf eine vierstellige Kulisse hofft und die Derbybilanz der letzten Jahre aufpolieren möchte.
„Aus den letzten vier, fünf Spielen haben wir glaube ich nur einen Punkt geholt. Grundsätzlich ist die Liga so ausgeglichen, da gehst du in jede Begegnung hinein und möchtest diese gewinnen. Wichtig ist mir vor allem, dass wir nicht von unserer Philosophie abrücken und ansehnlichen Fußball spielen, dann könnte ich auch mit einem Punkt gut leben“, übt sich Müller in Zurückhaltung, der neben dem am Knie verletzten Andreas Becker („Das tut weh, für mich ein Schlüsselspieler im Team“) auch auf Julien Henning (Handbruch), Jörg Weimer (Grippe), Marcel Seidel (Knie) und Batuhan Ölmez (verhindert) verzichten muss. Dazu sind Peter John, Tim Farnung und Christian Isselstein angeschlagen. Hinter dem Trio steht ein großes Fragezeichen.
Deswegen, aber auch aufgrund der "enormen Qualität" erwartet der 32-Jährige ein ganz schweres Spiel. "Ich habe sie mir zweimal in der Vorbereitung angeschaut. Gerade in der Offensive sind sie stark, Marko Curic finde ich beispielsweise überragend. Ich bin mir sicher, dass sie am Ende der Spielzeit unter den ersten drei Plätzen landen werden", glaubt Müller.
Eine Platzierung, die Bachrain-Coach Sven Bednarek sofort unterschreiben würde. "Ich werde jetzt aber nicht sagen, dass Künzell für mich zu den Top-Favoriten der Liga zählt, diesen Druck möchte ich Marcel nicht machen, dafür verstehen wir uns zu gut", flachst Bednarek, der mit dem Verlauf der Vorbereitung nicht zufrieden ist, aber sagt: "Letztlich steht und fällt die Qualität der Vorbereitung mit dem Ergebnis des ersten Spiels."
Doch um ein positives Ergebnis zu erzielen, "brauchen wir eine außergewöhnlich disziplinierte Leistung im Spiel gegen den Ball. Jeder muss bereit sein, für den anderen zu arbeiten. Es werden wahrscheinlich fünf bis sechs Neuzugänge in der Startelf stehen, da kann noch nicht jedes Rad ineinander greifen", sagt Bednarek, der "seinem System" auch gegen Künzell treu bleiben möchte.
Zuletzt deutete Bachrains Coach an, möglicherweise auf Viererkette umzustellen. "Unser System hat sich in den vergangenen Jahren bewährt, daher gibt es wenig Gründe davon abzurücken. Sicherlich verteidigen wir situativ auch mal mit vier Verteidigern. Ob das nun aber eine Dreier- oder Viererkette ist, das sollen andere beurteilen. Wichtig ist, dass meine Spieler wissen, was ich von ihnen verlange", betont Bednarek, der den Fokus vor allem auf die eigene Qualität legen möchte.

