Pabst-Elf zeigt den größeren Willen - Fotostrecke
Gruppenliga: 5:2 - Eiterfeld holt Big Points in Großenlüder
"Wir sind natürlich sehr enttäuscht", gab Reith nachher zu Protokoll. "Wir haben einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gegeben. Gerade zur Pause hätten wir höher führen müssen." Sicherlich hatte seine Teutonia in der ersten Hälfte die dickeren Chancen, von der Spielanlage und dem Willen her war die SG Eiterfeld/Leimbach jedoch gerade nach dem frühen Rückstand durch Moritz Reith (8.) die bessere Mannschaft. Kapitän Steffen Aumann hatte die Mannen vom Hain mit einem Traumtor aus 35 Metern zurück ins Spiel gebracht (24.). Eiterfeld hatte in dieser Phase wesentlich mehr Ballbesitz, während die Hausherren zumeist auf den langen Ball auf Fabian Lehmann oder Reith zurückgriffen. Bitter für die Gäste, dass vorne die letzte Konsequenz fehlte und hinten ein dicker Bock im Abwehrverbund durch Fabian Lehmann eiskalt genutzt wurde - das schmeichelhafte 2:1 für die Lüderer kurz vor der Pause.
Der Knackpunkt, der zur endgültigen Wende führte, dann in Minute 53: Antonio Martinez soll Thomas Aumann gefoult haben, wobei Großenlüders Nummer 4 beteuerte, "dass der einfach nur in mich reingelaufen ist." Sein Trainer war auch nicht mit dem Schiedsrichter: "Der Unparteiische hat sich heute das ein oder andere mal reinlegen lassen." Parwes Adel war es egal: Der wiedergenesene Angreifer verwandelte den umstrittenen Strafstoß zum 2:2-Ausgleich. Nur drei Minuten später köpfte Thomas Aumann nach einer Linksflanke ein, ehe Nils Fischer mit einem abgefälschten Schuss ins kurze Ecke die Vorentscheidung besorgte - 4:2 nach 60 Minuten.
Großenlüder hatte zwar noch die Chance, wieder heranzukommen. Doch Florian Beier scheiterte mit einem Handelfmeter an Gerhard Pachner - nach Sascha Hasenauer und Fabian Lehmann wohl der nächste Teutone, der so schnell nicht mehr zum Punkt schreiten dürfte. Wiederum Thomas Aumann stellte nach einem Torwartfehler den 5:2-Endstand her. "Der Sieg war vielleicht ein wenig zu hoch", befand Gästetrainer Detlef Pabst, der aber die Moral seiner Mannschaft lobte: "Das blöde 1:2 vor der Pause war ein Déja-vu für uns, dennoch haben wir uns in der Kabine gesagt, dass wir weiter an uns glauben sollen. Das haben die Jungs gemacht, spielerisch war das heute auch sehr ordentlich. Von daher sind die drei Punkte für uns gerecht und wir können etwas entspannter ins nächste Spiel gegen Spitzenreiter Johannesberg gehen."
Die Statistik:
Großenlüder: Bauer; Ripka, Ketteler, Martinez - Marx (61. Lang), Beier, Reinhardt (61. Happel), Pfeffer - Hasenauer - Reith, Lehmann.
Eiterfeld/Leimbach: Pachner; Hilpert (79. Draht), Schilling, Kraus, Busold - S. Aumann, T. Aumann (79. Gutberlet) - Dogru, Faust - Adel, Fischer.
Schiedsrichter: Jonas Mülot (Gießen).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Moritz Reith (8.), 1:1 Steffen Aumann (24.), 2:1 Fabian Lehmann (43.), 2:2 Parwes Adel (53., Foulelfmeter), 2:3 Thomas Aumann (56.), 2:4 Nils Fischer (60.), 2:5 Thomas Aumann (75.).
Besonderes Vorkommnis: Florian Beier (Großenlüder) scheitert mit Handelfmeter an Gerald Pachner (69.).

