Thalau siegt im Endspiel ohne Spannung
Gruppenliga: 1:0 gegen schwache Künzeller
800 Zuschauer waren an den Wittiggrund gekommen und die sahen ein Spiel, dass nicht annähernd so viel Spannung brachte, wie sich die meisten wohl vorher erhofft hatten.
Gründe dafür gab es zwei: Einerseits die frühe Führung für die Hausherren, die den Thalauern gleich eine enorme Sicherheit gab. Danach spulte der FSV abgebrüht sein Programm herunter, ließ so gut wie nichts zu und gewann letztlich souverän. Das Künzell die drei Tore, die nach dem Rückstand nötig gewesen wären noch schießen könnte, flackerte zu keiner Sekunde auf.
Grund zwei für den relativ unspektakulären Spielverlauf war die Vorstellung der Künzeller. Der scheidende Trainer Tobias Hahner hätte sich eine bessere Leistung seiner Mannen zum Abschluss gewünscht, aber bei Künzell fehlte spätestens nach dem Gegentor jeglicher Glaube an das „kleine Wunder“.
Das Tor des Tages ging auf das Konto von Christoph Bohl. Für den 32-jährigen war es erst der zweite Saisontreffer. Vorausgegangen war im Mittelfeld eine perfekte Ballannahme und Weiterleitung durch Florian Storch, danach der schnelle Aufbau über Leon Koch und Denis Strom und schließlich wieder die perfekte Hereingabe des in Position gelaufenen Storch, der den Pass flach in den Rücken der Künzeller Abwehr spielte.
Die dickste Chance zu erhöhen hatte Mitte der ersten Halbzeit bereits Denis Strom, der plötzlich durchgebrochen war und frei vor Sebastian Hahner an den Ball kam. Sein Versuch eines Hebers misslang jedoch völlig (25.).
Künzell hatte kaum eine zwingende Tormöglichkeit. Erst ganz am Ende nach einem Doppelpass mit Simeon Herchenhan sorgte David Bettendorf für einen wirklich gefährlichen Abschluss, als sein Ball am Pfosten landete (82.). Da war aber bereits völlig die Spannung raus aus dem Spiel.
„Vor der Pause hätten wir noch ein Tor machen müssen, nach dem Wechsel haben wir taktisch gut gespielt. Da haben wir nicht mehr viel gemacht, weil wir nicht mussten, aber die Rückwärtsbewegung war sehr gut. Das war vielleicht nicht unser bestes Spiel, aber doch sehr effektiv“, so Thalaus Trainer Jörg Meinhardt.
Der schaut kämpferisch auf die Aufstiegsspiele in Wabern und gegen Grebenstein. „Wabern hat mit Emin Dag einen Spieler, der 28 Tore geschossen und 17 weitere Treffer aufgelegt hat. Grebensteins Trainer hat uns beim 1:1 in Eichenzell beobachtet und danach ausgesagt, dass wir sehr langsam und seine Mannschaft viel schneller spielen würde. Schauen wir mal“, blickt Meinhardt gespannt nach vorne.
Die Statistik
FSV Thalau: Herber; Kress, Vardar (85. Fischer), Zimmer, Salkovic (60. Weichlein), Tekleyes, Bohl, Storch, Koch, Müglic, Strom (88. Reza).
TSV Künzell: Hahner; Schlott (68. Herchenhan), Aschenbrücker, Isselstein, Farnung, Becker, Scholz, Henning (46. P. Breunung), Bettendorf, Raszyk (68. Bacale), John.
Schiedsrichter: Jan Lübberstedt (Neuhof).
Zuschauer: 800.
Tor: 1:0 Christoph Bohl (12.).
Gelb-Rote Karte: Jonas Aschenbrücker (Künzell, 71.).

