Viele Spielanteile, aber keine Punkte - Fotostrecke
Gruppenliga: Bad Hersfeld couragiert, aber glücklos
SVA-Spielertrainer Fabian Kallée war nach dem Spiel fast schon zu bemitleiden. „Es ist einfach nur bitter, wie die Spiele laufen. Wir spulen hier eine wirklich gute Partie ab, treffen aber zweimal den Pfosten, bekommen darüber hinaus zwei Elfmeter nicht. Und auf der Gegenseite wird ein Fehler bestraft“, haderte der Hersfelder Sturmtank.
Besagten individuellen Fehler beging Malte Schmidt-Wecken nach einer guten Stunde, als die Asbacher weit aufgerückt waren, dann den Ball verloren und der Verteidiger einen langen Großenlüderer Schlag nach vorne unterschätzte. So konnte Fabian Lehmann entwischen und problemlos auf den mitgelaufenen Moritz Reith ablegen.
Auf schmierigem Geläuf hatte sich der erste Spielabschnitt äußerst zäh gestaltet. Großenlüder gelang spielerisch wenig, Asbach immerhin ein bisschen. Pech hatte Kallée schon nach drei Minuten, als er von Christopher Ripka klar im Strafraum gelegt wurde (Kallée: „Selbst Ripka hat gesagt, dass das ein klarer Elfer war!“), ehe der Spielertrainer nach 29 Minuten am Pfosten scheiterte. Die beste Chance der ersten Halbzeit blieb jedoch den Hausherren vorbehalten. Mit einer tollen Einzelleistung holte Fabian Lehmann gegen Arne Steinberg einen Strafstoß heraus, den Sascha Hasenauer jedoch – wie schon in Künzell – nicht im Tor unterbringen konnte. „Elfmeter für uns ist ein Konter für den Gegner“, nahm Trainer Thomas Reith die fast schon chronische Schwäche vom Punkt sarkastisch.
Nach dem 1:0 von Moritz Reith mussten der Coach und alle, die es mit Großenlüder hielten, richtig zittern. Einerseits, weilFabian Lehmann trotz Torvorlage keinen guten Tag erwischte und zig Konterchancen in den Sand setzte. Andererseits, weil Asbach immer wieder relativ leicht in die gefährliche Zone vordringen konnte. Wiederum traf der Gast aber nur Aluminium inPerson von Lucas Führer (76.), dazu hätte es in der übertriebenen fünfminütigen Nachspielzeit Handelfmeter für den SVA geben können, nachdem das Spielgerät Florian Beier an die Hand gesprungen war.
„Der Sieg war wirklich dreckig. Es war ein hartes Stück Arbeit, weil Asbach in keinster Weise wie ein Schlusslicht auftritt. Ich gönne Fabian Kallée und seinen Jungs deshalb jeden Punkt, nur heute eben nicht“, hatte SVG-Coach Thomas Reith nach der Partie größtes Verständnis für den Frust seines Gegenübers.
Großenlüder: Gerst; Lang, S. Hasenauer, Ripka – Marx, Beier, Hohmann, Pfeffer (80. Reinhardt) – Martinez – Reith, Lehmann.
SVA Bad Hersfeld: Sauerbrei; Steinberg, Holl (45.Rabe), Schmidt Wecken – Ebinger (56.Geist), Mainz – Schuch, Müller-Siebert – Wenzel, Führer – Kallée.
Schiedsrichter: Sören Rolfs (Cölbe). Zuschauer: 150.Tor: 1:0Moritz Reith (59.).Besonderes Vorkommnis: Sascha Hasenauer (Großenlüder) schießt FE über das Tor (44.).

