Wehner im Glück, Wingenfeld im Pech

Gruppenliga: Zähe Kost in Petersberg

30. April 2016, 17:30 Uhr

Julian Wehner zog sich einen Haarriss im Arm zu. Foto: Charlie Rolff

Den Erwartungen in keinster Weise gerecht wurde das Gipfeltreffen in der Gruppenliga: Petersberg und Bronnzell trennten sich 0:0, womit der RSV weiterhin fünf Punkte Vorsprung bei einem Spiel weniger auf die Viktoria besitzt. Aufreger gab es wenige, einer war Julian Wehners Verletzung nach 25 Minuten, die Entwarnung kam aber kurz nach Abpfiff: Lediglich ein Haarriss im Unterarm bei Petersbergs „Sechser“.

Wehner war in einen Zweikampf mit Moritz Kremer verwickelt, bei dem er unglücklich auf den Unterarm fiel. Erste Vermutungen, dass der Unterarm oder das Handgelenk gebrochen ist, bestätigten sich nicht. Schmerzlich vermisst wurde der Stabilisator einerseits im Spiel nach vorne, viel mehr aber noch in der 86. Minute, als Alexander Ganß Boris Aschenbrücker zu Fall brachte und Petersberg einen Strafstoß zugesprochen bekam. Wehner, ansonsten Schütze Nummer eins, konnte nicht, also übernahm Patrick Wingenfeld Verantwortung, der allerdings an Marcel Blum scheiterte. Beim anschließenden Eckball kam Wingenfeld erneut an den Ball, seinen Kopfball vereitelte Blum jedoch erneut.

„So ist Fußball. Vor zwei Wochen gegen Künzell hat er gepatzt, diesmal hat er uns den Punkt gerettet“, sagte Bronnzells Trainer Stefan Dresel. Sein Team war die überlegene Mannschaft und hatte nach der Pause auch zunächst die besseren Gelegenheiten, jedoch scheiterte Marian Weber bei der größten am ganz stark reagierenden Christian Beikirch im RSV-Tor (61.). Viel mehr war nach der Pause nicht los. „Beide Mannschaften wollten kein Risiko gehen, ich denke aber, dass wir die bessere Mannschaft waren“, resümierte Dresel, der die Konsequenz im letzten Spieldrittel vermisste, mit dem Punkt aber nicht unzufrieden ist. Denn einerseits sei die Chance auf Platz zwei noch ähnlich hoch wie vorher und andererseits ist auch noch ein wenig Druck auf den RSV da.

Außer Wehners Verletzung passierte in Durchgang eins so gut wie nichts. Highlight war tatsächlich ein falscher Einwurf von Petersbergs Patrick Stupp, als ihm der Ball aus den Händen rutschte und so nicht nur sich selbst, sondern auch den Zuschauern ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Klare Chancen? Fehlanzeige! Einziger Aufreger: RSV-Keeper Christian Beikirch kam unnötig aus seinem Kasten und traf von hinten den vom Tor weglaufenden Marian Weber. Knifflig, ein Elfmeter wäre vertretbar gewesen, die Pfeife von Christian Golditz (Salmünster) blieb jedoch stumm (35.). „Klarer Elfmeter“, waren sich sowohl Weber als auch Dresel einig.

Petersberg: Beikirch - Kilian, M. Aschenbrücker, Brzoza, Vogt - Wingenfeld, Wehner (28. Müller) - Kücükler (55. von Pazatka), Nüchter, Stupp - B. Aschenbrücker.
Bronnzell: Blum - Caspar, Ganß, Keim, Harbusch - Hohmann, Kremer - Bohl, Heil, M. Weber - Sorg (65. Gaul).
Schiedsrichter: Christian Golditz (SV 1919 Salmünster).
Zuschauer: 280.
Tore: -.
Verschossener Foulelfmeter: Patrick Wingenfeld (Petersberg) scheitert an Marcel Blum (86.).

Autor: Johannes Götze

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