Youngster Brehl macht drei Buden

Gruppenliga: Rothemann beim 1:7 deklassiert

19. August 2018, 14:15 Uhr

Burak Vardar wunderte sich über die geringe Gegenwehr.

Mit zwei eindrucksvollen Heimsiegen hat sich der FSV Thalau als Spitzenteam der Gruppenliga zurückgemeldet: Dem 6:0 vom Freitag gegen Schlitzerland ließ der FSV im Derby gegen den TSV Rothemann ein 7:1 (5:0) folgen.

Allerdings gab es zwei absolute Gegensätze zu den beiden Siegen: Denn während sich die Schlitzer am Freitag gegen die Niederlage wehrten, präsentierte sich Rothemann in einer erschreckenden Verfassung. Thalau musste sich null verausgaben, um ein solches Ergebnis zu erzielen und hätte die Elf von Jörg Meinhardt die 90 Minuten konzentriert und bissig durchgezogen, das Ende für Rothemann wäre sicher nicht bei sieben Gegentoren gekommen.

„Das war alles viel zu einfach. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass einige beim Gegner keine Lust hatten. Für das 5:0 zur Pause mussten wir nicht wirklich viel tun“, wunderte sich nicht nur Thalaus Abwehrmann Burak Vardar über die geringe Gegenwehr.

Die sechs Punkte am Wochenende durch die beiden klaren Siege sieht Vardar indes als Ansporn. „Das war Gold wert. Wir sind wieder voll dabei und die vielen Tore müssten eigentlich zusätzliche Motivation für alle sein. Darauf können wir jedenfalls aufbauen.“

Entschieden war die Partie bereits zur ersten Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit. Da hatte Thalau die ersten zwei Treffer bereits vorgelegt. Das 1:0 fiel nach Flanke von Palfi durch Lukas Brehl per Kopf, das 2:0 nach einer Ecke von Florian Storch, die Sebastian Kress ebenfalls mit Köpfchen verwandelte.

Warum Rothemann im ersten Durchgang vor allem seine linke Abwehrseite so offen ließ wie sie war und null auf die Schwächen reagierte, bleibt eines von vielen Geheimnissen nach diesem Spiel. Die ersten vier Tore von Thalau fielen jedenfalls alle nach Schema F über diese linke Abwehrseite.

Klasse anzuschauen war besonders das vierte Tor, als Sebastian Kress den Ball durchgesteckte und Vincent Drüschler so auflegte, dass Lukas Brehl nur den Fuß hinhalten muss.

Der 19-jährige Brehl ist im Lager des FSV so etwas wie der Newcomer der noch jungen Saison. Innerhalb von einer Woche machte der Stürmer in drei Spielen nacheinander insgesamt fünf Tore. Aber auch er wird schnell merken, dass einem as Toreschießen in der Gruppenliga nicht immer so einfach gemacht wird, wie es diesmal eine erschreckend aufspielende Rothemanner Mannschaft zuließ.

Das Schema

FSV Thalau: Herber; Drüschler (72. L. Kress), S. Kress, Vardar (46. Velic), Zimmer, Tekleyes, Storch, Palfi (58. C. Bohl), Müglich, Sorg, Brehl.
TSV Rothemann: Güclü; Götte, Sauer, Dahan, Günther, Anli (23. M. Kress), Kirsch, J. Müglich, Acar, Hilgenberg (60. Klupa), Ketterer.
Schiedsrichter: Martin Maienschein (Sinntal).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Lukas Brehl (14.), 2:0 Sebastian Kress (23.), 3:0 Arpad Palfi (32.), 4:0 Lukas Brehl (36.), 5:0 Lukas Brehl (37.), 6:0 Timo Müglich (61.), 6:1 Carsten Ketterer (74.), 7:1 Florian Storch (90.).

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