Teutonen gelingt Befreiungsschlag

Gruppenliga: Sieg im Kellerduell

02. April 2017, 16:35 Uhr

Moritz Reith (in rot) sorgte für den 3:1-Endstand und bereite das 1:0 vor. Foto: Charlie Rolff

Nein, ein Leckerbissen war das Kellerduell zwischen der SG Schlitzerland und Teutonia Großenlüder beileibe nicht. Aber im Abstiegskampf gibt‘s eben auch keinen Schönheitspreis zu gewinnen - vornehmlich geht‘s um drei Punkte und die konnten sich die Teutonen sichern - verdient mit 3:1 (2:1) siegten sie auf der etwas besseren Wiese in Queck, die keinen gepflegten Fußball zuließ.

Wer beim Duell der Teams, die seit Wochen Probleme mit dem Toreschießen offenbaren, eine Nullnummer erwartet hatte, wurde ganz schnell eines Besseren belehrt. Nach vier Minuten zwang Fabian Lehmann Schlitzerlands Keeper Marcel Treder zu einer Glanztat, bei der anschließenden Ecke durch Moritz Reith durfte Christopher Ripka vollkommen unbedrängt einköpfen (4.). Und der Ausgleich nach einer guten halben Stunde fiel fast identisch, diesmal trat Sebastian Kirchner den Ball und Florian Rippl stand am langen Pfosten sträflich frei (33.).

Apropos frei: Auch Julian Marx dürfte beim 1:2 ziemlich überrascht gewesen sein, dass er nach einem verunglückten Schussversuch Sascha Hasenauers aus nicht mal sechs Metern vollkommen blank stehend einschieben durfte (40.). Weil Treder in der Folge bei einer verunglückten Abwehraktion Kirchners noch sensationell das 1:3 verhinderte und Hasenauer bei der anschließenden Ecke nur den Pfosten traf (45.), verdiente sich Großenlüder die Pausenführung über die Maßen.

Schlitzerland ohne Durchschalgskraft

Und steckte Schlitzerland gerade im ersten Durchgang nie auf, war von der Grosch-Elf nach der Pause nichts mehr zu sehen. Zwar stets bemüht, allerdings vollkommen ohne Durchschlagskraft hatte es der Gast leicht, ließ mit dem entscheidenden 3:1 hingegen ganz lange auf sich warten. Traf der agile Reith noch die Unterkante der Latte (75.), machte er es keine 60 Sekunden besser und traf nach feiner Vorarbeit des umtribigen Lehmanns. Die Messe war gelesen.

Für die Teutonen war der Sieg der erhoffte Befreiungsschlag, während Schlitzerland nun bereits seit zwölf Spielen ohne Sieg ist. Positiv: Thomas Matthes feierte sein Comeback und könnte in den folgenden Wochen vielleicht für mehr Impulse im Spiel nach vorne sorgen. Denn sonst wird’s für die SG Schlitzerland schwer bis unmöglich, die Liga noch zu halten. Simon Grosch jedenfalls war konsterniert und war besonders ob der katastrophalen Passquote bedient, auch wenn der Wille durchaus vorhanden gewesen sei.

Die Statistik:

Schlitzerland: Trabes – Fladung, Trabes, Kurz, Guthermuth – Kirchner, Hahn – Braun (46. T. Wahl), F. Wahl (61. Matthes), Rippl – Seyed Vossoughi.
Großenlüder: Gerst – Martinez, Ketteler, Ripka – Marx, Happel (90. Lang), Beier, Pfeffer (89. Zeitoun) – Hasenauer – Lehmann, Reith (82. Michel).
Schiedsrichter: Sebastian Knoth (ESV Hönebach).
Zuschauer: 250.
Tore: 0:1 Christopher Ripka (4.), 1:1 Florian Rippl (33.), 1:2 Julian Marx (40.), 1:3 Moritz Reith (76.).

Autor: Johannes Götze

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